Kategorie: Kolumbien

Abgeschlossenes Medizin-Studium: Wir gratulieren Gabriela!

Wir gratulieren unserer Geförderten Gaby zu ihrem abgeschlossenen Medizin-Studium!

Nach 6 Jahren Studium, einschließlich Praktika im Krankenhaus, hat unsere Geförderte Gabriela ihr Medizin-Studium erfolgreich abgeschlossen. Sie studierte an einer privaten Uni in Pereira. Lazos half ihr, einen Teil des Kredites zu bezahlen, den sie für ihr Studium aufnehmen musste. „Außerdem war Lazos Licht und Hoffnung auf meinem Weg. Dank Lazos habe ich wundervolle Menschen getroffen. Lazos hat mir auch geholfen, die Ärztin zu werden, die ich jetzt bin.“, erzählt Gaby.

In Kolumbien folgt nach dem Medizin-Studium ein soziales Jahr, in dem die Absolvent:innen in benachteiligten Regionen arbeiten. So wird Gaby nun zunächst ein Jahr lang als Ärztin an der Grenze zu Venezuela beschäftigt sein. „Wenn ich im Laufe der Zeit fest im Berufsleben stehe, möchte ich mit Lazos gerne mehr jungen Menschen helfen, zu studieren.“, erklärt Gaby.

Wir freuen uns, dass Gaby weiter Teil von Lazos bleibt, und wünschen ihr für diesen nächsten Lebensabschnitt alles Gute!

Lazos Deutschland blickt sorgenvoll auf die aktuellen Geschehnisse und Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien

Wir von Lazos Deutschland sind in Gedanken bei den friedlich demonstrierenden Menschen in Kolumbien und der Zivilbevölkerung, die derzeit in bürgerkriegsähnlichen Zuständen leben muss.
Auch in Deutschland finden zurzeit viele Solidaritätsbekundungen mit den Demonstrierenden in Kolumbien statt. Hier waren einige Lazos-Mitglieder bei einer Aktion in Münster dabei.

Warum demonstriert wird und wie die Lage vor Ort ist, berichten in diesem Artikel die Lazos-Geförderten Milena, Lorena und Leonardo Stíven.

Bei Lazos Deutschland beobachten wir mit großer Sorge die Polizeigewalt und Militarisierung der Städte in Kolumbien. Es gibt bereits jetzt zahlreiche Verletzte, Tote und Verschwundene sowie willkürliche Festnahmen und Berichte von sexualisierter Gewalt seitens der „Sicherheitskräfte“. Es wird außerdem berichtet, dass das Sondereinsatzkommando der Polizei („ESMAD“) Granatwerfer gegen Demonstrierende einsetzt und dass die Polizei in Zivil Demonstrierende angreift. Darüber hinaus zeigen Videos, wie weiß gekleidete Zivilisten auf demonstrierende Indigene schießen, während die Polizei vor Ort war und trotzdem nicht eingriff. Das sind nur einige Beispiele der aktuellen Geschehnisse in Kolumbien, die auch bei uns in Deutschland Angst hervorrufen.

Wir sorgen uns um die Sicherheit und Unversehrtheit der kolumbianischen Zivilbevölkerung und insbesondere unserer Geförderten und Mitglieder von Lazos Kolumbien.

Für die Proteste gibt es zahlreiche Gründe (nachzulesen im zuvor genannten Artikel), einer davon ist die Bildungspolitik, die sehr eng mit der Arbeit von Lazos verknüpft ist. In Kolumbien gibt es sehr wenige öffentliche Universitäten, wohingegen private Universitäten zwar zahlreicher sind, aber auch sehr hohe Studiengebühren erheben. Die öffentlichen Unis haben zwar einen sehr guten Ruf, sind aber schlecht finanziert. Sie befinden sich häufig im schlechten Zustand: es fehlen Gelder für Personal, Materialien, Ausstattung und Gebäudeinstandhaltung. Außerdem ist die Zahl der Studienplätze begrenzt und jedes Semester gibt es tausende Bewerber:innen auf sehr wenige Plätze. Ein Kritikpunkt der Demonstrierenden an der aktuellen Regierung ist, dass unter Präsident Duque Haushaltskürzungen im Bereich Bildung vorgenommen wurden, während der Etat für Waffen deutlich erhöht wurde.

Die Demonstrierenden fordern Zugang zu kostenfreier Bildung, gerade jetzt, wo durch die Corona-Pandemie noch mehr Menschen in Armut leben. Es gab bereits Gespräche zwischen der Regierung und Vertreter:innen der Demonstrierenden, die bisher erfolglos blieben. Der Präsident lehnte die Forderung nach kostenfreier Bildung ab. Zwar sagte er zu, dass Studierende öffentlicher Unis, die aus einkommensschwachen Familien stammen, im nächsten Semester keine Studiengebühr zahlen müssen, aber das ist aus Sicht der Lazos-Geförderten Milena, die in Bogotá Theologie studiert, „ein Schritt, jedoch kein Fortschritt“. „Eigentlich müsste der Etat für Bildung deutlich erhöht werden, sodass es mehr Studienplätze an öffentlichen Unis gibt und diese die nötigen Gelder bekommen. Dies lehnt der Präsident aber ab. Ein einziges Gratissemester für Studierende, die schon einen Studienplatz haben, hilft eigentlich kaum, wenn wir das gesamte Problem betrachten.“

Lazos Alemania ve con preocupación los acontecimientos actuales y las violaciones de los derechos humanos en Colombia.

En Lazos Alemania, nuestros pensamientos están con las personas que se manifiestan pacíficamente en Colombia y con la población civil, que actualmente tiene que vivir en condiciones similares a las de una guerra civil.

Por qué protestan y cómo es la situación en el país, informan en este artículo los miembros de Lazos Colombia Milena, Lorena y Leonardo Stíven.

En Lazos Alemania observamos con gran preocupación la violencia policial y la militarización de las ciudades en Colombia. Ya hay numerosos heridos, muertos y desaparecidos, así como detenciones arbitrarias y denuncias de violencia sexual por parte de las „fuerzas de seguridad“. También se ha informado de que el ESMAD ha utilizado lanzagranadas contra los manifestantes y que la policía de paisano ha atacado a los manifestantes. Además, los vídeos muestran a civiles vestidos de blanco disparando a los indígenas que se manifestaban, mientras la policía estaba en el lugar y, sin embargo, no intervino. Estos son sólo algunos ejemplos de los acontecimientos actuales en Colombia que nos causan temor también a nosotros en Alemania.

Nos preocupa la seguridad e integridad de la población civil en Colombia y especialmente de nuestros miembros colombianos.

También en Alemania se están produciendo en estos momentos muchas muestras de solidaridad con los manifestantes en Colombia. Aquí algunos miembros de Lazos Alemania estuvieron presentes en una acción en Münster.

Hay muchas razones para las protestas (lea el artículo mencionado anteriormente), una de las cuales es la política educativa. Hay muy pocas universidades públicas, mientras que las privadas cobran matrículas muy altas. Las universidades públicas también carecen de muchos fondos. A menudo están en mal estado, los edificios corren peligro de derrumbarse. Falta dinero para el personal, los materiales y los equipos. Además, el número de plazas universitarias es extremadamente limitado y cada semestre hay miles de solicitantes para muy pocas plazas. Bajo el gobierno del presidente Duque, se hicieron recortes presupuestarios en educación, mientras que el presupuesto para armas se incrementó significativamente. Los manifestantes exigen el acceso a la educación gratuita, especialmente ahora que la pandemia de covid ha dejado a más personas en la pobreza. Ya ha habido conversaciones entre el gobierno y el comité del paro, que hasta ahora no han sido exitosas. El Presidente rechazó la demanda de educación gratuita. Aunque se comprometió a que los estudiantes de las universidades públicas que provienen de familias de bajos ingresos no tengan que pagar la matrícula el próximo semestre, „es un paso, pero no un avance“, dice Milena, miembro de Lazos Colombia, que estudia teología en Bogotá. „En realidad, el presupuesto para la educación debería aumentar considerablemente, para que haya más plazas de estudio en las universidades públicas y éstas reciban los fondos necesarios. Pero el presidente se niega a hacerlo. Un único semestre gratuito para los estudiantes que ya tienen una plaza en la universidad es, en realidad, de poca ayuda si analizamos el problema en su conjunto“.

 

Erfolgreicher Abschluss in Betriebswirtschaftslehre – Wir gratulieren Cler!

Zu sehen sind Cler und ihre Mutter bei der (durch Corona etwas kleiner ausgefallenen) Abschlussfeier.

Wir gratulieren unserer Geförderten Cler zum Abschluss ihres BWL-Studiums! Cler studierte BWL an einer privaten Universität in Bogotá, wobei Lazos einen Teil ihrer Studiengebühren finanzierte. In den letzten Monaten absolvierte sie ein Praktikum in der öffentlichen Verwaltung ihrer Heimatstadt und wohnte vorübergehend wieder auf dem Hof ihrer Eltern, ca. 3 ½ Stunden von Bogotá entfernt. Nun ist sie auf der Suche nach einem Arbeitsplatz in Bogotá, wenn möglich auch im Bereich der öffentlichen Verwaltung. Sie plant Mitte des Jahres, parallel zur Arbeit, ein Aufbaustudium im Bereich Projektmanagement zu beginnen. Auch als Absolventin wird sie Teil der Lazos-Gruppe bleiben. Wir gratulieren Cler zu ihrem Abschluss und wünschen ihr alles Gute bei der Jobsuche und für ihre Zukunftspläne!

In Erinnerung an Natalia Ramírez Amado

Mit Lazos trauern wir um unser Mitglied und unsere Geförderte Natalia

(texto español abajo)

Es ist schwer, Worte für jemanden zu finden, der eine so besondere Bindung zu diesen hatte, wie es nur wenige haben. Und Natalia hatte so eine Bindung. Sie hatte die Fähigkeit, so viele Dinge in Buchstaben auszudrücken. Sie hat immer gesagt, dass die Worte für sie tanzen, und wir wissen, dass sie Recht hatte. Wir können es in ihren Texten sehen. Sie verstand es, Geschichten zu erzählen, fiktive und reale. Sie verstand es, dabei sich selbst auszudrücken und den Schwächsten der Gesellschaft eine würdige Stimme zu geben. Sie veränderte die Welt auf ihre Weise – durch ihre Worte. Sie sah in den einfachen Dingen Großes und Wunderbares. In ihren Texten finden wir sie wieder. Sie konnte über jede beliebige Figur schreiben, aber beim Lesen finden wir immer Natalia zwischen den Sätzen.

Aber eines ist sicher: Natalia war mehr als ihre Worte. Natalias Welt war bunt und voller Vielfalt. Es lag in ihrer Natur, die Welt in den verschiedensten Tönungen zu färben.
Zu Natalia gehörte auch der große Wunsch, Neues zu lernen und Neues zu entdecken. Sie war eine geborene Abenteurerin. Sie plante ihre Reisen nicht lang. Sie ergaben sich spontan, und Natalia folgte ihnen und nahm jedes Risiko auf sich, um neue Welten, Menschen, Kulturen und Bräuche kennenzulernen. Sie fing die einfachsten Dinge auf wunderbare Weise mit ihren Fotos ein. „Ich habe das Meer kennengelernt, ich habe an der Cinta Costera in Panama geweint, als ich es zum ersten Mal sah“, sagte sie. Sie war ein Wanderer, mit einem Rucksack bereit, mehr von dieser Welt zu entdecken.

Sie war immer sehr dankbar für all die Erfahrungen, die sie gemacht hat und die Dinge, die sie daraus gelernt hat. Natalia war nicht unbedingt religiös, aber sie hatte einen Sinn für Spiritualität.

Natalia war eine starke, mutige, kämpferische Frau. Trotz all dem, was sie durchmachen musste, hat sie weitergemacht. Milena drückte es so aus: „Sie empfing jeden Schicksalsschlag im Leben als ein unbezahlbares Geschenk.“.
Natalia war Feministin. Sie war sehr sensibel für soziale Ungleichheiten, für die Folgen und Realitäten des bewaffneten Konflikts in ihrem Land, für dessen Opfer, für die Lage sozialer Aktivist*innen, für Bildung. Wir erinnern uns daran, wie sie sagte: „Ich habe mich in die Menschenrechte verliebt“. Und diese Liebe teilte sie mit uns bei Lazos. Sie hatte eine einzigartige Fähigkeit, die Welt zu beobachten und darüber zu reflektieren.

Aber vor allem war Natalia eine Freundin fürs Leben. Eine ihrer wundervollen Eigenschaften war, bedingungslos da zu sein, in den wichtigsten Momenten. Sie war ehrlich und aufrichtig. Sie sagte, was sie dachte, und war ehrlich mit dem, was sie fühlte. Ihr Leben glich manchmal einer Achterbahnfahrt, sie machte sogar einige sehr bedrückende Phasen durch. Aber doch hatte sie immer auch etwas Positives zu sagen oder einen guten Rat parat. Und sie teilte diese Stärke mit anderen. Wir sind sehr froh darüber, sie kennengelernt zu haben.

Wir waren Zeugen ihrer großen Zuneigung und Dankbarkeit für ihre Patin, die sie sehr schätzte. Genauso schätzte sie Pater Gabriel. Sie hat immer gesagt, dass er für sie war wie ein Vater, ein besonderes Geschenk, das ihr das Leben gemacht hat. Wir haben auch ihre Freundschaft mit Valentina, ihrer besten Freundin, erlebt und die tiefe Zuneigung und Verbundenheit, die sie mit anderen und mit den Mitgliedern von Lazos de Amistad teilte. Wir haben erlebt, wie sie die köstlichen Mahlzeiten und Ratschläge von Rosita oder die freudigen Momente mit Deivis und Nathaly genoss.

Natalia Ramirez Amado ging in einem sehr glücklichen Moment ihres Lebens von uns, als sie mit einigen Freunden, zwei von ihnen Lazos-Mitglieder, Deivis und Nathaly, auf einer kleinen Reise war. Am 21. Februar 2021, im jungen Alter von 22 Jahren, ertrank sie bei einem Badeunfall im Fluss von Minca (ein Dorf im Gebirge im Norden Kolumbiens).

Wir als Lazos trauern um Natalia. Sie kam 2017 zu Lazos und war seit 2018 Teil des kolumbianischen Vorstands. Sie studierte Kommunikationswissenschaften und Journalismus an der Universität „Universidad Minuto de Dios“. Sie war im neunten Semester, kurz davor ihren Abschluss zu machen. Lazos unterstützte sie bei der Finanzierung der Studiengebühren. Im vergangenen Jahr absolvierte sie ein Auslandsemester an der Universität von Guadalajara in Mexiko und erfüllte sich damit den Traum, in einem anderen Land zu leben und zu studieren.

Ein Teil des kolumbianischen Lazos-Vorstands (v.r.n.l.): Angie, Pater Gabriel, Natalia, Deivis

Lazos de Amistad war für Natalia das, was sie selbst für uns war: ein wichtiger Teil dieser Familie. Hier entwickelte sich ihre Spiritualität weiter und sie erhellte unser Leben auf ihre eigene Art und Weise. Hier erweiterte sie ihr Bewusstsein für verantwortungsvolles und soziales Handeln, indem sie immer an die Schwächsten der Gesellschaft dachte. Sie knüpfte mit jeder und jedem von uns unzerstörbare Bänder der Freundschaft. Mit ihrer geheimnisvollen Art zog sie uns in ihren Bann, mit ihrem einladenden Lächeln, mit ihren eindrucksvollen Worten, sowohl in Gesprächen als auch in ihren Texten, mit ihrem unglaublichen Einfühlungsvermögen. Sie hatte die wunderbare Fähigkeit, sich in die Lage ihres Gegenübers hineinzuversetzen. Sie war eine sehr gute Zuhörerin. Sie war bedingungslos für uns da. Ihre Ausgeglichenheit und ihre Klugheit halfen ihr dabei Entscheidungen zu treffen und unermüdlich für ihre Träume zu kämpfen. Sie war eine abenteuerlustige Seele, die viele Geschichten erzählen konnte. Wir erinnern uns an ihre Ausdauer bei und ihre Hingabe an ihr Studium. Sie war unermüdlich. Sie hörte keine Sekunde lang auf, nachzudenken. Sie wollte mehr Wissen, hatte immer noch mehr Fragen.

Natalia war das Spiegelbild dessen, was die jungen Menschen bei Lazos de Amistad auszeichnet: Kampf, Mut, Stärke, Träume, Leben, Risiken, Ausdauer, Hingabe. Für Natalia bedeutete Lazos mehr als wir uns vorstellen können. Sie träumte davon, dass wir mit Lazos Grenzen überschreiten. Sie hat an jedes einzelne Mitglied geglaubt und als aktiver Teil des Vorstandes das Beste von sich gegeben: wertvolle Beiträge, sorgfältige Arbeit, Reflexionen. Heute sind wir tief betrübt, von einer wunderbaren Frau Abschied nehmen zu müssen. Natalia hat bei uns Mitgliedern der Lazos-Familie auf jede nur erdenkliche Art und Weise Spuren hinterlassen. Aber wir werden mit einer großen Ermutigung zurückgelassen: zu wissen, dass Natalia ein unauslöschliches Vermächtnis hinterlassen hat und uns weiterhin begleiten wird, für uns da sein wird.

Wir von Lazos Deutschland erinnern uns an Natalia mit großer Zuneigung und Dankbarkeit. Natalia hat uns nicht nur zahlreiche wunderbare Artikel für unsere Homepage geliefert, in denen sie uns die Dinge durch ihren Augen hat sehen lassen, sondern auch eine sehr wichtige Rolle in der Kommunikation zwischen der kolumbianischen und der deutschen Gruppe gespielt. Durch ihre vielen Erklärungen und Reflexionen hat sie uns in Deutschland ein besseres Verständnis der kolumbianischen Lebensrealität vermittelt. Mit ihr zu arbeiten bedeutete, immer weiter zu lernen und zu lernen. Für uns war es immer eine sehr bereichernde Erfahrung, bei der wir ihr tausende Fragen gestellt und so viel gelernt haben. Wir haben Natalia sehr bewundert, sowohl als Person als auch für ihre Arbeit. Natalia wird eine Lücke hinterlassen, nicht nur bei Lazos, sondern in vielen Teilen dieser Welt.

Wir können heute nach allen möglichen Worten suchen, um auszudrücken, was Natalia für uns und für Lazos bedeutet, aber alle Worte der Welt sind nicht genug. Wir können Natalia nur danken, für die Person, die sie war, für ihre Arbeit bei Lazos und für die Spuren, die sie in uns und in Lazos hinterlassen hat.

Natalia wird unersetzlich sein. Ein Lazos ohne Natalia können wir uns gar nicht vorstellen. Sie hinterlässt nicht nur eine Leere, sondern auch Ratlosigkeit. Wir können nicht glauben, dass sie nicht mehr da ist. Aber einer Sache sind wir uns völlig sicher, und zwar, dass sie immer bei uns sein wird, mit allem, was sie war. Denn sie hat der sozialen Verantwortung von Lazos eine noch größere Bedeutung gegeben und indem wir in diesem Sinn weiterarbeiten, werden wir ihre Erinnerung lebendig halten.

Wir müssen uns ein Lazos ohne Natalia jedoch auch gar nicht vorstellen, denn sie ist immer noch ein Teil von Lazos und von jedem einzelnen Mitglied. Wie Deivis sagte: „Jetzt wird ihr Leben mehr denn je mit meinem schwingen.“ Und so werden wir ihr in unseren Herzen, in unserer Arbeit und vor allem in unseren Bändern der Freundschaft gedenken.

Im Namen von Lazos de Amistad,
Angie Cita Gómez (Lazos Kolumbien) und Noemi Kumpmann (Lazos Deutschland)

Hier entsteht eine Erinnerungsseite an Natalia, wo wir als Lazos-Mitglieder, auf verschiedenste Art und Weise unsere Erinnerungen, Gedanken und Gefühle über Natalia hinterlassen.

En memoria de Natalia Ramírez Amado

Con Lazos estamos de luto por nuestro miembro Natalia

Natalia Ramírez Amado – miembro de Lazos Colombia y del consejo colombiano
01 de abril de 1998, Bogotá D.C – 21 de Febrero de 2021, Minca, Santa Marta

Es difícil encontrar palabras para alguien que tenía una conexión tan especial con ellas, como pocos la tienen. Y Natalia la tenía. Ella tenía una capacidad para plasmar en letras tantas cosas… Dijo que las palabras bailan para ella, y sabemos que tenía razón, lo podemos ver en sus textos. Sabía contar historias, ficticias y reales, expresándose a sí misma y dando voces dignas a las personas más vulnerables de la sociedad, y de esta manera transformó el mundo a través de las palabras. Veía en las simples cosas, tareas grandes y maravillosos aportes. En sus escritos siempre estaba ella, podría ser cualquier personaje, pero se sentía que era Natalia, contada entre frases.

Pero, una cosa si es cierta, Natalia era más que sus palabras, pues entrar en ella, era en un mundo multifacético, ya que su esencia particular permitía colorear cualquier mundo, con todas sus tonalidades.

De Natalia también eran las ganas inmensas de aprender y de conocer. Ella era una aventurera innata. No planificaba tanto sus rumbos, surgían espontáneamente, y tomaba cualquier riesgo, con el ánimo de conocer nuevos mundos, personas, culturas, costumbres…. Siempre fijaba la simplicidad y la proyectaba en sus fotografías. “Conocí el mar, lloré en la Cinta Costera de Panamá al verlo”. Era una andariega, con mochila a bordo dispuesta a conocer más de su espacio.

Siempre se mostraba muy agradecida por todas las experiencias que ella vivió y por los aprendizajes que llevó de ellas. Sin mayor duda, Natalia no se caracterizó por un sentido religioso, pero sí un sentido muy espiritual.

Natalia también era una mujer fuerte, valiente, luchadora. A pesar de todo por lo que tenía que pasar, siguió adelante. Milena lo puso en palabras, diciendo, “Recibía cada golpe de la vida como regalo invaluable.”

Natalia era feminista. Era muy sensible a las desigualdades sociales, a las consecuencias y realidades del conflicto armado en su país, a sus víctimas, a la situación de los líderes sociales, la educación; hoy la recordamos diciendo: “Me enamoré de los Derechos Humanos”. Y este amor lo compartía con nosotros en Lazos. Tenía unas capacidades únicas de observar y reflexionar acerca del mundo.

Pero sobre todo, Natalia fue una gran amiga de la vida. Su característica más significativa, siempre fue la incondicionalidad, estar en momentos trascendentales, era honesta, clara y sincera, no escatimaba, ningún pensamiento, solo lo dejaba saber, era muy sincera con lo que sentía. Su vida podía ser un revolcón en el instante, incluso con algunos momentos depresivos, siempre tenía algo bueno que decir, que aconsejar, su fortaleza la transmitía. Somos muy felices por haber coincidido con ella en esta vida.

Supimos de su gran cariño y agradecimiento por su madrina, la valoraba mucho, al Padre Gabriel, lo veía como un Papá que le regaló la vida, siempre lo dijimos…también, de su gran amistad con Valentina, su mejor amiga y del profundo afecto y lazos que creó con otros y con miembros de Lazos de Amistad, como las deliciosas comidas y consejos de Rosita, o los momentos de gozo absoluto con Deivis y Nathaly.

Natalia Ramírez Amado se fue en un momento muy feliz de su vida, cuando estaba de paseo con sus amigos, dos de ellos, Deivis y Nathaly, de Lazos. El 21 de Febrero del 2021, a la edad tan joven de 22, se ahogó en el río de Minca en un accidente de baño.

Con Lazos estamos de luto por Natalia. Natalia llegó a Lazos en el 2017 y hacía parte del consejo colombiano desde el 2018.

Estudiaba Comunicación Social y Periodismo en la Universidad Minuto de Dios, cursaba noveno semestre. Estaba por terminar su carrera. Lazos la apoyó pagando una parte de su matrícula. El año pasado hizo un semestre de intercambio en la Universidad de Gudalajara en México, cumpliendo su sueño de vivir y estudiar en otro país.

Una parte del consejo colombiano: Angie, Padre Gabriel, Natalia, Deivis

Lazos de amistad fue para Natalia lo que ella misma fue para nosotros, parte esencial de esta familia, donde forjó su espiritualidad, iluminando nuestras vidas, a su manera, y con su estilo. Amplio su sentido social, pensando siempre en la suerte de los pobres, y con toda seguridad formó unos lazos irrompibles con cada uno de nosotros, pues era su esencia misteriosa lo que atrapaba. Su sonrisa acogedora. El recital de muchas palabras que impactaban, que podían ser producto de una charla o de sus escritos. Su gran empatía, tenía una capacidad maravillosa de ponerse en el lugar del otro. Tenía mucha agudeza en la escucha. Su incondicionalidad, pues, siempre estaba en los momentos fundamentales, siempre ahí. Su carácter aplomado que combinaba con su innegable inteligencia para tomar decisiones y luchar incansablemente por su sueños. Su alma aventurera que contagiaba con sus miles anécdotas. Su evidente constancia y dedicación por los estudios. No dejó de inquietarse ni un segundo, quería más conocimiento, tenía siempre más preguntas, todo el tiempo.

Natalia fue el reflejo de lo que representa un joven de Lazos de amistad, lucha, valentía, fuerza, sueños, vida, riesgos, constancia, dedicación… Para ella Lazos significó más de lo que imaginamos. Soñó con esta familia rebasando fronteras y cualquier límite. Creyó en cada uno de sus miembros y como parte activa del Consejo entregó lo mejor de sí, sus valiosos aportes son fruto de un trabajo esmerado, como ella solía ser y que siempre se vio bien reflejado. Hoy nos invade una profunda tristeza por tener que decir adiós a una mujer maravillosa. Natalia marcó de todas las maneras como un ser humano deja huella, en cada uno de nosotros, en la familia Lazos de Amistad, pero nos queda un gran aliciente y es saber que Natalia redimió más que una familia, dejó un legado imborrable y que sin lugar a dudas en la morada de Dios será nuestra intercesora.

Desde Lazos Alemania la recordamos a Natalia con mucho cariño y agradecimiento. Natalia no solo nos regaló numerosos artículos de alta calidad para nuestra página web, en los cuales nos brindó su perspectiva tan interesante, sino también jugó un papel muy importante en la comunicación entre el grupo colombiano y el grupo alemán. En Alemania nos hizo comprender mejor la realidad colombiana, nos dio explicaciones y reflexiones. Trabajar con ella significaba seguir aprendiendo y aprendiendo. Para mi siempre han sido experiencias muy enriquecedoras en las cuales le he hecho muchas preguntas y he aprendido tanto. He admirado mucho a Natalia, tanto como persona, así como por su trabajo. Natalia dejará un vacío, no solo en Lazos, sino en muchas partes de este mundo.

Hoy podemos buscar todas las palabras posibles para expresar lo que Natalia significa para nosotras y para Lazos, pero todas las palabras del mundo no alcanzan. Solo nos queda dar las gracias a Natalia, por su forma de ser, su trabajo por Lazos y por las huellas que dejó en nosotras y en Lazos.

Natalia será irremplazable e irrepetible. Es imposible imaginarnos un Lazos sin Natalia. No solo deja un vacío enorme sino que además una perplejidad, de no creer que ella ya no está, pero de algo estamos completamente seguras y es que su memoria habitará siempre entre nosotros, todo lo que ella fue; porque un trabajo pendiente nos dejó, trabajar en pro de aquellos que más necesitan de nosotros, y es por eso que el proyecto social de Lazos de Amistad tendrá un significado mucho más profundo, porque ella se lo dió y así lo recordaremos siempre.

No tenemos que imaginarnos un Lazos sin Natalia ya que ella sigue siendo parte de Lazos y de cada una y cado uno de sus miembros. Como lo dijo Deivis, “Ahora más que nunca su vida resonará con la mía”. Y así la vamos a recordar en nuestros corazones, en nuestro trabajo y sobre todo en nuestros lazos de amistad.

En nombre de Lazos de Amistad,
Angie Cita Gómez (Lazos Colombia) y Noemi Kumpmann (Lazos Alemania)

Aquí se crea una página conmemorativa en memoria de Natalia donde, en diferentes formas,
nosotros, los miembros de Lazos, dejan sus recuerdos, pensamientos, sentimientos acerca de
Natalia.

Lazos-Wochenende goes virtual

Wir blicken zurück auf unser erstes digitales Lazos-Wochenende in neun Jahren Vereinsgeschichte. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen musste zwar kurzfristig umgeplant werden, sodass das überregionale Aktionswochenende (zum ersten Mal in Kooperation mit dem jugendspirituellen Netzwerk TABOR in Lennestadt) größtenteils online stattfand.

Dennoch tat dies dem Engagement der rund 15 Teilnehmer*innen keinen Abbruch. Ein Einblick in den Stand des Bildungsprojekts in Kolumbien, ein Referat zum Thema „Wirtschaft und Armut“ sowie ein Workshopnachmittag mit Ideen für das nächste Jahr waren die zentralen Säulen der Tage. „Ein Höhepunkt war die gemeinsame Videokonferenz mit unseren Partnern in Kolumbien“, berichtet Rebekka Schröder. 40 Leute aus Kolumbien und Deutschland hatten sich zu einem Austausch über die aktuelle Situation zusammengeschlossen. „Die Corona-Maßnahmen treffen mit Blick auf Studium und Ausbildung vor allem die sozial Benachteiligten, da sie oftmals nicht einmal einen Laptop oder funktionierendes Internet für die digitale Lehre zur Verfügung haben,“ erklärt Alexander Sieler. „Oftmals fallen zudem die Einnahmequellen der Eltern weg, da sie im informellen Sektor arbeiten und bei Ausgangssperre keine staatlichen Hilfen bekommen.“





Für den Kreis Olpe wird ab sofort ein lateinamerikanischer Lazos-Stammtisch ins Leben gerufen, der sich einmal im Monat in einer Kneipe in Olpe trifft. Interessierte sind eingeladen, sich unverbindlich anzuschließen.

Am Sonntag schloss sich die Jahreshauptversammlung an, bei der Rebekka Schröder im Amt der zweiten Vorsitzenden, Sebastian Bialas als Kassierer sowie Noemi Kumpmann als erweitertes Vorstandsmitglied bestätigt wurden. Cristian Ramirez schied aus dem Vorstandsdienst aus und gab zum Abschluss mit dem kolumbianischen Volkslied „Bésame, morenita“ ein digitales musikalisches Ständchen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer*innen für ihre Flexibilität und ihr Engagement, insbesondere auch bei dieser digitalen Zusammenkunft!

Virtuelles kolumbianisch-deutsches Lazos-Vorstandstreffen: Die aktuelle Situation in Kolumbien bezüglich Covid-19 hat auch Einfluss auf die Geförderten und Lazos

Heute haben wir uns mit dem kolumbianischen Vorstand virtuell über die aktuelle Situation bezüglich Covid-19 in den jeweiligen Ländern, sowie die Situation und Perspektiven der jeweiligen Lazos-Gruppen ausgetauscht.

Gerade in Kolumbien zeigt die aktuelle Situation durch die Pandemie sehr deutlich die dort herrschende Ungleichheit und die Ungerechtigkeiten und Probleme, denen große Teile der Bevölkerung ausgesetzt sind. Ohnehin schon vorhandene (soziale und finanzielle) Probleme verstärken sich nun. Davon sind auch viele Geförderte, ihre Familien und Freunde betroffen. Verlust der Arbeit durch die Ausgangssperren, ein Online-Semester ohne Internetverbindung oder die Sorge um das Mittagessen, das normalerweise in der Uni zur Verfügung gestellt wird. Deshalb werden nun auch einige Lazos-Gelder, wie z.B. Förderungen, die für das Busticket zur Uni vorgesehen waren, für andere Zwecke verwendet, wie beispielsweise eine Internetverbindung oder das Mittagessen.

Bewegter Auftakt zur Wohnzimmerreihe

Zu unserer ersten Veranstaltung der Reihe „Lazos en Casa“ verzauberte uns Mathis Uhl mit einer mal ergreifenden und mal humorvollen Mischung von Songs aus dem Leben. In den von Mathis selbst geschriebenen Songs auf Englisch, Spanisch und Deutsch singt er von Liebe, vom Leben im Hier und Jetzt, vom Reisen und nicht zuletzt von seiner Faszination von Kolumbien. Seine eigenen Melodien auf Gitarre und Klavier wurden gekonnt auf der Geige begleitet.

In gemütlicher Runde konnten wir in den ein oder anderen Refrain einstimmen, uns gegenseitig kennen lernen und waren uns ganz im Sinne von Mathis‘ Song „Close my eyes“ alle einig, dass es sich lohnt angesichts sozialer Ungerechtigkeit eben nicht die Augen zu verschließen, sondern etwas zu verändern!

Wir danken Mathis ganz herzlich für den wundervollen Einsatz und unseren Gästen für ihre großzügigen Spenden für unsere Geförderten in Kolumbien! Mehr Musik und Infos zu weiteren Auftritten von Mathis finden sich hier: https://www.facebook.com/mathisuhl.official/

Der nächste Termin unserer Wohnzimmerreihe ist der 30.06. – Da wird Peng! für uns ein Sofa-Improtheater spielen. Also nicht verpassen!

Lazos de Amistad trifft sich in Panama

Anfang des Jahres waren die beiden Vereinsmitglieder Irmgard und Rudolf in Lateinamerika unterwegs. Nach einer Woche in Costa Rica reisten sie nach Panama und nahmen dort am Weltjugendtag teil. Vor Ort gab es eine Fülle an Programm für die Jugendlichen aus aller Welt.

Eine Delegation von Lazos de Amistad aus Kolumbien reiste ebenfalls zum Weltjugendtag nach Panama. So konnte die Gruppe um Angie und Deivis die Ankunft des Papstes sowie die Virgil und den Abschlussgottesdienst gemeinsam mit den beiden Deutschen zwischen 700.000 weiteren Pilgern aus vielen Ländern erleben.

Während die kolumbianische Gruppe noch ein paar Tage in Panama zum Sightseeing nutzte, reisten die beiden Vereinsmitglieder weiter nach Neiva (Kolumbien). Neiva liegt an dem Fluss Magdalena und ist mit eine der heißesten Städte des Landes. Nicht weit weg ist die Tatacoawüste. Diese wurde gemeinsam mit Lina erkundet. Lina konnte durch die Unterstützung von Lazos ihr Sportstudium erfolgreich beenden.

Bevor Rudolf und Irmgard wieder die Heimreise antraten, verbrachten sie einige Tage in Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens. Dort gab es ein freudiges Wiedersehen mit den Lazos-Pilgern vom Weltjugendtag. Aber sie lernten bei dem monatlichen Treffen auch weitere Mitglieder der kolumbianischen Gruppe kennen.

Nach fünf sehr intensiven Wochen berichten Rudolf und Irmgard begeistert von Land und Leuten. Mit viel Freude haben sie die Länder mit unseren Freunden aus Kolumbien erkundet.

 

2019-WJT-Panama-1

Gruppenbild vor der Skyline von Panama-Stadt

2019-WJT-Panama-1

Kartenspielend wird der Beginn der Vigil erwartet

2019-WJT-Panama-3

Ausflug in die Tatacoawüste bei 40°C

2019-WJT-Panama-4

Es werden „Obleas“ vor der Kathedrale Bogotas probiert

2019-WJT-Panama-1

Wiedersehen in Bogota

no images were found

Die Rolle der Kunst in Kolumbien

Anlässlich des Geburtstags des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero schreibt unsere Geförderte Zaida im Folgenden über die Rolle der Kunst in Kolumbien, ihre besonderen Merkmale und darüber, was die Kunst für sie selbst bedeutet. Zaida studiert Ergotherapie und ist nicht nur im Rahmen ihres Studiums künstlerisch kreativ (texto español abajo).

Zaida, Lazos-Geförderte, Ergotherapie-Studentin & Autorin dieses Artikels – hier zu sehen mit ihrem eigenen Kunstwerk „Leben in den Drähten“, das in der Uni ausgestellt wurde

Kunst als universelles Konzept ist zum einen Schönheit, die sich auf einfühlsame Weise ausdrückt und zum anderen ist es die Aktivität, die das verwirklicht, was vom Geist erdacht wird. Ihr Hauptzweck ist es, den Menschen durch das Schöne zu erfreuen.

Die Kunst spielt in der kolumbianischen Gesellschaft eine wichtige Rolle, denn dieses Land ist ein Schmelztiegel, aufgrund der verschiedenen Ethnien, die so verschiedene Eigenschaften besitzen und mit ihren unterschiedlichen Bräuchen ihre Kultur gestalten.

Die Verschmelzung der drei Kulturen, die amerikanische, die afrikanische und die europäische, stellt eine Art genetischen Motor da, sodass eigene künstlerische Ausdrucksformen entwickelt wurden, die auch über internationale Grenzen hinaus Einfluss gewannen. Genau dieser Ausdruck der kolumbianischen Kunst findet sich im Bildhauer und Maler Fernando Botero, der mit seinen an verschiedenen Orten der Welt ausgestellten Werken den Namen Kolumbiens national und international bekannt werden ließ, insbesondere dank der Einzigartigkeit seiner Werke.

Für mich ist die Kunst eine Form, die mir hilft, etwas durch meine Erfahrungen auszudrücken, ausgehend von meinen Vorfahren, mittels der Transformierung des alltäglichen Lebens. Dies hilft mir auch für mein humanistisches Studium der Ergotherapie.

Skulptur auf dem „Botero-Platz“ in Medellín, Kolumbien

Skulptur auf dem „Botero-Platz“ in Medellín, Kolumbien

El Papel del Arte en Colombia

Con motivo del cumpleaños del artista colombiano Fernando Botero, el miembro Zaida escribe a continuación sobre el papel del arte en Colombia, sus características especiales y lo que el arte significa para ella. Zaida estudia terapia ocupacional y es artísticamente creativa no sólo en el contexto de sus estudios.

Zaida, miebro de Lazos, estudiante de terapia ocupacional & autora de este artículo – aquí con su obra “Vida en los hilos de alambre “ en la exhibición de la universidad

El arte como concepto universal es la belleza expresada de forma sensible y actividad que materializa lo concebido por el Espíritu, cuyo fin principal es deleitar al hombre por medio de lo bello.

El arte en la sociedad colombiana impacta porque este país es un crisol debido a la variedad de etnias, las cuales poseen características con sus propias costumbres que se tornan hacer culturas.

La fusión de las tres razas: la americana la africana y la europea, en Colombia formaron una trietnia que genéticamente han creado sus propias expresiones artísticas a través de muchas y variadas manifestaciones, cuyo impacto ha traspasado las barreras internacionales; es tanta la expresión del arte Colombiano que uno de nuestros mayores referentes es el escultor y pintor Fernando Botero, quien con sus obras expuestas en diferentes lugares del mundo ha permitido que el nombre de Colombia sea conocido nacional e internacionalmente debido a la particularidad de sus creaciones.

Para mí el arte representa una manifestación que me conduce a expresar algo a través de mis vivencias emanadas de mis ancestros mediante la transformación de esa cotidianidad, permitiendo que mi espíritu sensible me induzca a propender por las necesidades de las personas mediante el estudio de esta carrera humanística como es la terapia ocupacional.

Escultura en la „Plaza Botero” en Medellín, Colombia

Escultura en la „Plaza Botero” en Medellín, Colombia

 

Journalismusprojekt unserer Geförderten Natalia: Der Wanderer des Friedens: Die Opfer des bewaffneten Konflikts in Kolumbien und das Veto des Präsidenten Duque gegen die Sonderjustiz für den Frieden

Natalia, Journalismus-Studentin in Bogotá, Lazos-Geförderte und Autorin des Artikels

Im Rahmen ihres Journalismus-Studiums schrieb unsere Geförderte Natalia (unten im Bild zu sehen) einen Artikel über die aktuellen Entwicklungen in Kolumbien bezüglich der Umsetzung des Friedensvertrags. Dabei berichtet sie hautnah vom Protest in Bogotá und der Geschichte eines Friedenskämpfers aus den Reihen der zahlreichen Opfer des bewaffneten Konflikts in Kolumbien, die oft nur wenig Gehör finden. Diesen spannenden Einblick wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Hier findet ihr die Originalversion in Spanisch, bald folgt darunter auch unsere deutsche Übersetzung.

Kurz zur thematischen Einführung: Nachdem vor einigen Wochen die Ernennung eines neuen Leiters des Nationalen Zentrums für Historisches Gedächtnis (Centro Nacional de Memoria Histórica, CNMH) durch den Präsidenten Duque bereits für Aufruhr sorgte – viele Organisationen sehen in ihm eine Gefahr für die Aufarbeitung der Geschichte des Konflikts, da er die Existenz des bewaffneten Konflikts leugne -, verursacht nun eine weitere Entscheidung Duques Proteste. Er legt ein Veto gegen die Sonderjustiz für den Frieden (Jurisdicción Especial para la Paz, JEP) ein. Die Sonderjustiz stellt jedoch einen wichtigen Teil des Friedensabkommens dar, das Ex-Präsident Santos und die FARC 2016 vereinbarten. Mehr dazu in Natalias Artikel:

El pasado 10 de marzo del año 2019 el presidente de derecha, Iván Duque declaró 6 objeciones a la JEP (Jurisdicción Especial para la Paz), recordemos que la JEP es un sistema integral de verdad, justicia y reparación que está vigente en Colombia desde el 2017 con la implementación del Acuerdo de Paz; las objeciones del presidente amenazan la efectividad y transparencia en la reparación de las  víctimas del Conflicto Armado y en la extradición de quienes deben rendir cuentas a la ley por sus crímenes de lesa humanidad en la historia de Colombia.

A partir del anuncio del presidente diferentes grupos de izquierda, defensores del Acuerdo de Paz y de la JEP se han manifestado por preservar intactos los acuerdos hechos en el Gobierno del ex presidente Juan Manuel Santos.

Andariego de la Paz

Por. Natalia Ramírez Amado

13 de marzo del 2019, en protestas por la defensa de la JEP, Por. Natalia Ramírez Amado

Oscar Salazar tiembla mientras sostiene una pancarta que dice ‘’ Si es por las víctimas y por la paz, cuenten con nosotros, apoyamos a la JEP’’, parece un hombre frágil, por lo viejo y lo flacucho, sin embargo, en plena Plaza de Bolívar, punto de encuentro de la mayoría de protestas bogotanas, este hombre parece llamar la atención de las cámaras; le piden una entrevista, una foto, o una sonrisa, pero nadie se fija en que el hombre tiembla, que va de un lugar a otro repartiendo volantes, tiene pinta de andariego, todos lo saludan pero nadie parece conocerlo realmente.

Es 13 de marzo del año 2019, diferentes organizaciones se reúnen en la puerta de la Catedral Primada con un altavoz rústico y una energía que desplaza el ocio de la palomas capitalinas, son minorías que no alcanzan a llenar la plaza, pero que llaman a los curiosos, a los que apoyan cualquier frase en la que se insulte a Uribe, hay que buscar con detenimiento algo diferente al populista de izquierda que esboza una esperanza sin sentido por las repeticiones, tal vez ir más allá del oportunista que vende camisetas con el logo de un cerdo representando a nuestro querido presidente, si se desplazan las cámaras y los celulares como abriendo los vidrios de una ventana encontramos a las víctimas, no al mamerto de redes sociales, encontramos a Oscar Salazar.

El flaco no tiembla por los nervios, es que el cuerpo añejo ya no le aguanta tanta energía, al mirarlo no se podría adivinar que fue víctima del Conflicto Armado en la región del Urabá hace más o menos 20 años; él, hombre del campo que fue concejal por la Unión Patriótica, también miembro del comité de Derechos Humanos, líder agrario de su región apostó por nuestro país; todo lo anterior en los tiempos en los que tuvo que dejar a su familia por las amenazas, por querer seguir con la lucha, y hoy… Es una figura que defiende el Tratado de Paz de la Habana, ese mismo al que Duque ya le echó la mano.

Este hombre no se deja descifrar fácilmente, nadie imagina un mirada tan serena y transparente cargando una historia tan dura, ‘’Sufrí los atentados en la región, me tocó salir, me negué a salir al exilio porque considero que la lucha es aquí en Colombia y no traspasando fronteras, la lucha que estamos dando las victimas es hoy, es verdaderamente por una paz con justicia social donde los colombianos tengan reconciliación nacional’’

Cuando Duque salió a objetar la JEP se supo lo que ya se sabía, había que generar resistencia; el flaco llegó a la Plaza a reclamar por la no comparecencia de terceros ante la JEP, por la extradición, por el caso de Jesús Santrich, por todas esas noticias que mencionan superficialmente, en las que difícilmente se interesa el colombiano promedio.

Basta quedarse mirándolo a los ojos para aprender que la serenidad también reclama, él sufre sin lágrimas por esa guerra que lo separo de su familia y le regaló la imposibilidad de vivir con sus propios hijos, porque el reclamo de hoy y de ayer e incluso de mañana sigue siendo el mismo; transparencia en los acuerdos para una paz verdadera.

Oscar deja la pancarta que entretiene a los medios de comunicación y vuelve a repartir volantes,” Ofelia se ahoga en sus penas” así se titula la obra de teatro de la publicidad que reparte, con cualquier transeúnte aprovecha la oportunidad para presentar a la artista de la obra, la mujer del cabello de fuego y los faros en la mirada, su compañera.

Lindo, lindo no es, dice mientras lo mira con ternura, pero yo lo amo, remata con la sonrisa; luego se ven juntos, dándose a las personas que no conocen y defendiendo su causa; son cuerpos vulnerables con las ideas al rojo vivo, ellos no insultan al Centro Democrático, ni se creen intelectuales hablando de política, ellos cuentan su historia de amor a quien pregunte, a quien deje los audífonos y los escuche.

Para Patricia, él es su compañero sentimental porque el cuento de novios se quedó para los viejos tiempos, los actuales mencionan el trabajo que ambos realizan con las víctimas; ella es defensora de los derechos humanos, le ha salido barata, ha sido amenazada y atropellada, su familia ha recibido ofensas, su arte no es del gusto de todos, ni su trabajo sobre los falsos positivos, ni la memoria sobre los sobrevivientes de la UP, le ha salido barata… pensarán los asesinos de líderes sociales, al menos sigue viva.

“La misma gente nos protege, cuando tienes a favor el trabajo con las comunidades, las masas respaldan lo que haces porque es un trabajo integro, ellos nos defienden porque aquí no hay garantías.”

Patricia tiene 4 hijos y es rola, Oscar tiene 2 hijos y es de idiosincrasia campesina, se enamoraron peleando por lo suyo; lo que la enamoró de Oscar fue la consecuencia, porque a pesar de que proviene de un contexto campesino, es un hombre que en su lucha ha sido íntegro y lo que dice lo practica, ellos son de esos amores de película, donde la edad o el origen se pierden en el valor de estar juntos.

Estas son las voces que no escucha el Presidente de la República, son historias que se pierden en las cifras de líderes sociales asesinados; en medio del caos que vive Colombia actualmente, después del sufrimiento, de las amenazas, es interesante pensar que los impulsa a seguir luchando. Oscar sabe cómo se trabaja con la gente y que es verlos a los ojos y sentir que eres la única esperanza sin que tú la seas… Al tiempo su compañera no tiene corazón para irse sabiendo que puede hacer algo por muchas personas, cuando sus hijos pueden estar bien y seguros en otro lugar, ninguno de los dos puede elegir comodidad sobre justicia.

Es ocaso en la ciudad de Bogotá, la gente empieza a irse, y queda la imagen de aquel hombre vestido de blanco que después de besar a su compañera de vida vislumbra el horizonte y vuelve a levantar la pancarta, esta vez sin temblar; mira al Congreso como diciéndole al presidente ‘’Lucho por el territorio y la defensa del mismo, por eso estoy aquí apoyando a la JEP, para decirle a Duque que las victimas respetamos y hacemos despertar la JEP.’’

Un tinto en la esquina de la Plaza de Bolívar, una conversación entre amigos; el silencio que se escapa, y vuelve el viento de la ciudad susurrando el insaciable aliento de las víctimas.