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Lazos Deutschland blickt sorgenvoll auf die aktuellen Geschehnisse und Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien

Wir von Lazos Deutschland sind in Gedanken bei den friedlich demonstrierenden Menschen in Kolumbien und der Zivilbevölkerung, die derzeit in bürgerkriegsähnlichen Zuständen leben muss.
Auch in Deutschland finden zurzeit viele Solidaritätsbekundungen mit den Demonstrierenden in Kolumbien statt. Hier waren einige Lazos-Mitglieder bei einer Aktion in Münster dabei.

Warum demonstriert wird und wie die Lage vor Ort ist, berichten in diesem Artikel die Lazos-Geförderten Milena, Lorena und Leonardo Stíven.

Bei Lazos Deutschland beobachten wir mit großer Sorge die Polizeigewalt und Militarisierung der Städte in Kolumbien. Es gibt bereits jetzt zahlreiche Verletzte, Tote und Verschwundene sowie willkürliche Festnahmen und Berichte von sexualisierter Gewalt seitens der „Sicherheitskräfte“. Es wird außerdem berichtet, dass das Sondereinsatzkommando der Polizei („ESMAD“) Granatwerfer gegen Demonstrierende einsetzt und dass die Polizei in Zivil Demonstrierende angreift. Darüber hinaus zeigen Videos, wie weiß gekleidete Zivilisten auf demonstrierende Indigene schießen, während die Polizei vor Ort war und trotzdem nicht eingriff. Das sind nur einige Beispiele der aktuellen Geschehnisse in Kolumbien, die auch bei uns in Deutschland Angst hervorrufen.

Wir sorgen uns um die Sicherheit und Unversehrtheit der kolumbianischen Zivilbevölkerung und insbesondere unserer Geförderten und Mitglieder von Lazos Kolumbien.

Für die Proteste gibt es zahlreiche Gründe (nachzulesen im zuvor genannten Artikel), einer davon ist die Bildungspolitik, die sehr eng mit der Arbeit von Lazos verknüpft ist. In Kolumbien gibt es sehr wenige öffentliche Universitäten, wohingegen private Universitäten zwar zahlreicher sind, aber auch sehr hohe Studiengebühren erheben. Die öffentlichen Unis haben zwar einen sehr guten Ruf, sind aber schlecht finanziert. Sie befinden sich häufig im schlechten Zustand: es fehlen Gelder für Personal, Materialien, Ausstattung und Gebäudeinstandhaltung. Außerdem ist die Zahl der Studienplätze begrenzt und jedes Semester gibt es tausende Bewerber:innen auf sehr wenige Plätze. Ein Kritikpunkt der Demonstrierenden an der aktuellen Regierung ist, dass unter Präsident Duque Haushaltskürzungen im Bereich Bildung vorgenommen wurden, während der Etat für Waffen deutlich erhöht wurde.

Die Demonstrierenden fordern Zugang zu kostenfreier Bildung, gerade jetzt, wo durch die Corona-Pandemie noch mehr Menschen in Armut leben. Es gab bereits Gespräche zwischen der Regierung und Vertreter:innen der Demonstrierenden, die bisher erfolglos blieben. Der Präsident lehnte die Forderung nach kostenfreier Bildung ab. Zwar sagte er zu, dass Studierende öffentlicher Unis, die aus einkommensschwachen Familien stammen, im nächsten Semester keine Studiengebühr zahlen müssen, aber das ist aus Sicht der Lazos-Geförderten Milena, die in Bogotá Theologie studiert, „ein Schritt, jedoch kein Fortschritt“. „Eigentlich müsste der Etat für Bildung deutlich erhöht werden, sodass es mehr Studienplätze an öffentlichen Unis gibt und diese die nötigen Gelder bekommen. Dies lehnt der Präsident aber ab. Ein einziges Gratissemester für Studierende, die schon einen Studienplatz haben, hilft eigentlich kaum, wenn wir das gesamte Problem betrachten.“

Lazos Alemania ve con preocupación los acontecimientos actuales y las violaciones de los derechos humanos en Colombia.

En Lazos Alemania, nuestros pensamientos están con las personas que se manifiestan pacíficamente en Colombia y con la población civil, que actualmente tiene que vivir en condiciones similares a las de una guerra civil.

Por qué protestan y cómo es la situación en el país, informan en este artículo los miembros de Lazos Colombia Milena, Lorena y Leonardo Stíven.

En Lazos Alemania observamos con gran preocupación la violencia policial y la militarización de las ciudades en Colombia. Ya hay numerosos heridos, muertos y desaparecidos, así como detenciones arbitrarias y denuncias de violencia sexual por parte de las „fuerzas de seguridad“. También se ha informado de que el ESMAD ha utilizado lanzagranadas contra los manifestantes y que la policía de paisano ha atacado a los manifestantes. Además, los vídeos muestran a civiles vestidos de blanco disparando a los indígenas que se manifestaban, mientras la policía estaba en el lugar y, sin embargo, no intervino. Estos son sólo algunos ejemplos de los acontecimientos actuales en Colombia que nos causan temor también a nosotros en Alemania.

Nos preocupa la seguridad e integridad de la población civil en Colombia y especialmente de nuestros miembros colombianos.

También en Alemania se están produciendo en estos momentos muchas muestras de solidaridad con los manifestantes en Colombia. Aquí algunos miembros de Lazos Alemania estuvieron presentes en una acción en Münster.

Hay muchas razones para las protestas (lea el artículo mencionado anteriormente), una de las cuales es la política educativa. Hay muy pocas universidades públicas, mientras que las privadas cobran matrículas muy altas. Las universidades públicas también carecen de muchos fondos. A menudo están en mal estado, los edificios corren peligro de derrumbarse. Falta dinero para el personal, los materiales y los equipos. Además, el número de plazas universitarias es extremadamente limitado y cada semestre hay miles de solicitantes para muy pocas plazas. Bajo el gobierno del presidente Duque, se hicieron recortes presupuestarios en educación, mientras que el presupuesto para armas se incrementó significativamente. Los manifestantes exigen el acceso a la educación gratuita, especialmente ahora que la pandemia de covid ha dejado a más personas en la pobreza. Ya ha habido conversaciones entre el gobierno y el comité del paro, que hasta ahora no han sido exitosas. El Presidente rechazó la demanda de educación gratuita. Aunque se comprometió a que los estudiantes de las universidades públicas que provienen de familias de bajos ingresos no tengan que pagar la matrícula el próximo semestre, „es un paso, pero no un avance“, dice Milena, miembro de Lazos Colombia, que estudia teología en Bogotá. „En realidad, el presupuesto para la educación debería aumentar considerablemente, para que haya más plazas de estudio en las universidades públicas y éstas reciban los fondos necesarios. Pero el presidente se niega a hacerlo. Un único semestre gratuito para los estudiantes que ya tienen una plaza en la universidad es, en realidad, de poca ayuda si analizamos el problema en su conjunto“.

 

Erfolgreicher Tag auf dem Herbstmarkt in Bamenohl

Am Sonntag, dem 25. September waren wir bereits zum zweiten Mal mit einem Stand auf dem Bamenohler Herbstmarkt des Gewerbevereins Finnentrop e.V. vertreten. Bei schönstem Spätsommerwetter präsentierten sich hier zahlreiche Vereine und Unternehmen der Gemeinde Finnentrop.

Auch unser Stand, bunt geschmückt mit Kolumbien- und Deutschlandfahnen, durfte natürlich nicht fehlen. Zur Unterstützung unserer Gruppe in Kolumbien wurden Überraschungspakete verkauft, reichlich Flyer verteilt und Spenden gesammelt. Insgesamt konnte so die stolze Summe von 540 Euro eingenommen werden, die zu 100% der Bildung von benachteiligten jungen Menschen in Kolumbien zu Gute kommt. Wir bedanken uns für die Unterstützung!

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Nationales Treffen in Kolumbien

Am ersten Juni-Wochenende fand das diesjährige nationale Treffen in Kolumbien statt. Zu diesem Treffen kommen alle geförderten Jugendlichen in die Hauptstadt Bogotá.

Dieses Grußvideo haben wir von der kolumbianischen Gruppe erhalten:

 

Neues aus der Regionalgruppe Münster

Unser Netzwerk wächst! Heute gab es in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Zentrum der Uni Münster einen kolumbianischen Abend, der von unserer Lazos-Regionalgruppe Münster gestaltet wurde. Ein Vortrag über das Projekt, kolumbianische Livemusik, kulinarische Kleinigkeiten sowie einen Schnellkurs in kolumbianischer Cumbia – ein toller Abend, an dem viele Bänder der Freundschaft geknüpft werden konnten. So zeigt sich auch bei Lazos der wichtige Aspekt der Völkerverständigung.

Muttertag in Kolumbien

Am gestrigen Muttertag haben unsere jungen Kolumbianer ihre Mütter zu einem gemeinsamen Nachmittag eingeladen. Viele von ihnen kommen aus schwierigen Familienverhältnissen. So war der Tag eine wichtige Geste für familiären und gesellschaftlichen Zusammenhalt, eben echte Bänder der Freundschaft. Es zeigt, dass Lazos über die Geförderten auch in die Familien hinein wirkt.

Neue Regionalgruppe in Siegen

Neue Regionalgruppe in Siegen geht an den Start! Nach einer gut besuchten Info-Veranstaltung im April an der Uni Siegen hat sich Mitte Mai eine kleine Gruppe von interessierten und engagierten Studenten getroffen, um Ideen auszutauschen und konkrete Aktivitäten hier vor Ort zu planen. Parallel dazu hat die KHG Siegen an der Uni Waffeln gebacken und den Erlös an Lazos de Amistad gespendet. An alle Beteiligten: Weiter so!

Neuigkeiten aus Kolumbien

Neues von unseren geförderten jungen Menschen aus Kolumbien!

Sie lassen sich nicht nur bedienen, sondern dienen auch selbst anderen Menschen, die sozial benachteiligt sind. In dieser Woche zogen sie mit vollen Einkaufswagen durch einige Straßen Bogotás, um obdachlose Menschen aufzusuchen, mit ihnen in Kontakt zu kommen und ihnen Nahrung und warme Getränke zu bringen.

Viele tausend Menschen leben in Bogotá auf der Straße und sind mit Problemen wie Arbeitslosigkeit, Drogenabhängigkeit, Gewalt und Perspektivlosigkeit konfrontiert.

Diese Aktion, die nun regelmäßig durchgeführt wird, zeigt, wie wichtig „Lazos de amistad“ die Vermittlung sozialer Verantwortung ist – ein entwicklungspolitischer Multiplikatoreffekt, der nicht zu unterschätzen ist.

1. Stammtisch in Münster

Der 1. Münsteraner Stammtisch „Lazos de amistad“ fand im April 2016 statt. Internationale Begegnungen, Austausch, Aktivitäten und die Weiterentwicklung unseres Partnerschaftsprojekts sollen hier gelebt werden. Die Runde war eine gute Mischung aus Kolumbianern und Deutschen – ein voller Erfolg!

Zukünftig findet der Stammtisch am 2. + 4. Dienstag im Monat um 20 Uhr in der Studentenkneipe „Cavete“ (Kreuzstr. 38, 48143 Münster) statt.

Vereinswochenende in Drensteinfurt

Am zweiten Aprilwochenende  (8. – 10. April) fand bereits zum vierten Mal das schon traditionelle Frühjahrsvereinswochenende von Lazos de amistad – Bänder der Freundschaft e.V. im Münsterland statt. Eine kurze Dokumentation über die indigenen Völker Kolumbiens bot am Freitagabend einen spannenden Einstieg für die zwölf Teilnehmer. Weiterlesen