Präsidentschaftswahlen 2022: Ein kurzer Blick auf die aktuelle politische Situation in Kolumbien

Im Mai fand in Kolumbien die erste Runde der Präsidentschaftswahlen statt. Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen, Gustavo Petro und Rodolfo Hernández, treten nun am Sonntag (19.06.) in der Stichwahl gegeneinander an. Ein wichtiger Tag für Kolumbien, an dem sich entscheiden wird, welche Linie die kolumbianische Regierung in den nächsten vier Jahren verfolgen wird. Ángel, Lazos-Geförderter und Student der Geisteswissenschaften, hat einen kleinen Artikel darüber geschrieben, den man unter dem Menüpunkt „Unsere Geförderten berichten“ oder direkt mit einem Klick hier findet. Dort gibt Ángel einen kleinen Überblick über die aktuelle politische Situation in Kolumbien. Er berichtet zunächst über die letzten vier Jahre unter dem ultrarechten Präsidenten Iván Duque und beleuchtet anschließend die Wahlprogramme der beiden aktuellen Kandidaten und geht dabei sowohl auf positive als auch auf negative Aspekte der beiden Gegner ein. Besonders spannend ist die Kandidatur von Francia Márquez als Vizepräsidentin für Petro. Sie ist eine afrokolumbianische Aktivistin und soziale Führungsperson, die sich für Umweltschutz und den Frieden in sehr benachteiligten und von Gewalt geprägten Gebieten eingesetzt hat. Ein Blick in Ángels Artikel lohnt sich sehr! Hier geht’s zum Artikel.

Elecciones presidenciales 2022: Rápida mirada sobre la actualidad política colombiana

En mayo se llevó a cabo la primera vuelta de las elecciones presidenciales en Colombia. Los dos candidatos más votados, Gustavo Petro y Rodolfo Hernández, se enfrentarán ahora en la segunda vuelta el domingo (19 de junio). Un día importante para Colombia, que decidirá qué línea seguirá el gobierno colombiano en los próximos cuatro años. Ángel, miembro de Lazos Colombia y estudiante de ciencias sociales, da un breve repaso de la situación política actual de Colombia que se puede encontrar en el punto del menú „Unsere Geförderten berichten“ o directamente haciendo clic aquí. Primero informa sobre los últimos cuatro años bajo el presidente ultraderechista Iván Duque y luego examina los programas electorales de los dos candidatos actuales, destacando los aspectos positivos y negativos de los dos contrincantes. Especialmente emocionante es la candidatura a la Vicepresidencia de Petro de Francia Márquez, activista afrocolombiana y líder social que ha trabajado por la protección del medio ambiente y la paz en zonas muy desfavorecidas y marcadas por la violencia.Merece la pena echar un vistazo al artículo de Ángel. Hagan clic aquí para ver el artículo.

Erfolgreicher Studiumsabschluss in Biomedizintechnik: Herzlichen Glückwunsch, Verónica!

„Lazos ist für mich ein Wegbereiter meiner Träume in meinem Leben, in Lazos bin ich als Frau, als Mensch, als Freundin und in meiner beruflichen Karriere gewachsen.“

Nach 6 Jahren Studium, einschließlich Praktika, beendet Verónica erfolgreich ihr Biomedizintechnikstudium. Nun ist sie auf Jobsuche in Krankenhäusern oder Kliniken, wo sie im biomedizinischen Bereich arbeiten möchte, z.B. in der Wartung und Überwachung von Geräten. So hofft sie, auch ihre Familie unterstützen zu könne. Aktuell Sie erfüllt sich ihren Traum, eine Sprache zu lernen und besucht einen Deutschkurs. Sie ist seit Ende 2014 Teil von Lazos. Dabei hat sie nicht nur Freundschaftsbande in Kolumbien, sondern auch nach Deutschland geknüpft. Sie hat u.a. am Patenschaftsprojekt teilgenommen und sich per Brief mit ihrer Patin in Deutschland ausgetauscht.

Wir freuen uns sehr für Verónica und gratulieren ihr von Herzen!

Mehr Infos zu Patenschaften finden Sie / findet ihr hier.

Graduación en Ingeniería Biomédica: ¡Felicidades, Verónica!

„Lazos ha sido un precursor de sueños en mi vida, en Lazos he crecido como mujer, como persona, como amiga y como profesional.“

Tras 6 años de estudios, incluidas las prácticas, Verónica termina con éxito sus estudios de ingeniería biomédica. Ahora busca empleo en hospitales o clínicas donde le gustaría trabajar en el ámbito biomédico, por ejemplo en el mantenimiento y la supervisión de equipos. De este modo, espera poder apoyar también a su familia. Actualmente está cumpliendo su sueño de aprender un idioma y asiste a un curso de alemán. Forma parte de Lazos desde finales de 2014. No sólo ha tejido lazos de amistad en Colombia, sino también en Alemania. Entre otras cosas, participó en el proyecto de lxs padrinos/madrinas e intercambió cartas con su madrina en Alemania.

Nos alegramos mucho por Verónica y la felicitamos de todo corazón!

Pueden encontrar más información sobre lxs padrinos/madrinas (en alemán) aquí.

Abgeschlossenes BWL-Studium mit Schwerpunkt Rechnungswesen: Wir gratulieren Nancy!

„Das Erreichen dieses Ziels hat mich sehr stolz gemacht mich mit einer Art von Glück erfüllt, die ich noch nie zuvor erlebt hatte, denn das Erreichen eines Ziels, das einen Opfer, Zeit und Mühe gekostet hat, erfüllt einen auf eine Art und Weise, die ich nicht erklären kann. Und ich bin Lazos sehr dankbar, denn sie waren ein sehr wichtiger Teil davon, dass ich diesen Traum verwirklichen konnte.“

Lazos-Geförderte Nancy hat erfolgreich ihr BWL-Stdium im Bereich Rechnungswesen abgeschlossen. Da sie bereits zuvor eine Ausbildung in dem Bereich absolvierte, konnte sie ihre Studienzeit von fünf auf drei Jahre verkürzen. Während der Corona-Pandemie verlor sie ihren Nebenjob, konnte aber Dank Lazos weiter online studieren. Eine Dozentin unterstützte sie bei der Suche eines Jobs, sodass sie seit letztem Jahr neben ihrem Studium bereits als Buchhaltungsassistentin arbeitete, wo sie aktuell immer noch tätig ist. „Lazos hat mir geholfen, einen Teil meiner Studiengebühren zu zahlen. Hinzu kommen die persönlichen Erfahrungen, die ich durch die Begegnung mit Lazos gemacht habe, und all den neuen Freunden, die ich gefunden habe, für die ich sehr dankbar bin. Denn ich bin kein extrovertierter Mensch und es fällt mir schwer, mich Menschen zu öffnen.“, sagt Nancy über Lazos. „Ich habe nicht mehr viel Freizeit, aber ich möchte in Lazos de Amistad weitermachen. “

Wir sind sehr stolz auf Nancy und gratulieren ihr zum erfolgreichen Studiumsabschluss!

Graduación en Contadura Pública: ¡Felicidades Nancy!

„Cumplir esta meta fue un orgullo y un tipo de felicidad que no había experimentado, porque cumplir una meta que te a costado sacrificios, tiempo y esfuerzos te llena de una manera que no sabría cómo explicar 🥹, y estoy muy agradecida con lazos porque fue una parte muy importante para poder cumplir este sueño.“

Nancy, miembro de Lazos Colombia, terminó con éxito sus estudios de contabilidad. Como ya había realizado unos estudios en el Sena, pudo acortar su tiempo de estudio de cinco a tres años. Durante la pandemia, perdió su trabajo a tiempo parcial, pero pudo seguir estudiando en línea gracias a Lazos. Una profesora la apoyó en la búsqueda de un empleo, de modo que desde el año pasado ya trabajaba como auxiliar de contabilidad paralelamente a sus estudios, y donde sigue trabajando actualmente. „Lazos me ayudaba con parte del valor del semestre a parte pues el aprendizaje como persona que tuve al conocerlos y todos los amigos nuevos que adquirí ya que no soy una persona extrovertida y me cuesta abrirme a las personas.“, dice Nancy sobre Lazos. „No me queda mucho tiempo libre pero quiero seguir en Lazos de Amistad.“

Estamos muy orgullosxs de Nancy y la felicitamos por su exitosa graduación!

Wir gratulieren Milena zu ihrem abgeschlossenen Theologie-Studium!

„Ich möchte euch vor allem für all die Unterstützung danken, die ich von Lazos in meinem beruflichen und persönlichen Ausbildungsprozess erhalten habe. Lazos bedeutet für mich Freundschaft, Chancen, erfüllte Träume, menschliche Entwicklung. Ich habe nicht vor, die Lazos-Familie zu verlassen, sondern mich beruflich zu festigen und auf diese Weise meinen kleinen Beitrag zu leisten, damit mehr junge Menschen die Möglichkeit haben, die ich hatte.
Ich bin euch für eure Arbeit, eure Bemühungen und euer Engagement für jeden einzelnen von uns zu Dank verpflichtet. Ich zähle auf eure Gebete und ihr wisst, dass ihr auch auf meine zählen könnt. Danke, dass sich durch euch diese Möglichkeiten für mich ergeben haben, trotz der schwierigen Bedingungen, die mich umgeben.“ – Milena

Milena hat erfolgreich ihr Theologie-Studium in Bogotá beendet. Mittlerweile befindet sie sich im Amazonas, genauer gesagt in Puerto Nariño, wo sie einen einjährigen Freiwilligendienst absolviert. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt einer kirchlichen Organisation und der indigenen Bevölkerung. Milena arbeitet dort mit indigenen Kindern und Jugendlichen und ist in ein bilinguales Bildungsprojekt eingebunden, das einerseits das Ziel verfolgt, das Wissen und die Sprache der indigenen Bevölkerung festzuhalten und zu systematisieren, und andererseits die Bevölkerung vor Ort mit den nötigen Werkzeugen auszurüsten, ihre Interessen vertreten zu können. „Ich freue mich darauf, Tikuna (die Sprache) zu lernen, die Traditionen und Rituale kennenzulernen. Ich denke, ich werde sehr viel Neues lernen und bin sehr gespannt.“, erzählt Milena. „Außerdem freue ich mich, Dinge, die ich im Studium gelernt habe, nun in der Praxis anzuwenden. Es ist ein sehr spannendes Projekt.“ Wir freuen uns sehr für Milena, wünschen ihr viel Erfolg für dieses neue Projekt und sind natürlich schon jetzt gespannt auf ihre Berichte und Erzählungen!

Auf dem Bild sehen wir Milena bei ihrer Abschlussfeier gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrem Neffen und einem guten Freund.

¡Felicitamos a Milena por haber terminado su carrera de teología!

“Deseo agradecerles todo el acompañamiento que he recibido de parte de Lazos en mi proceso de formación profesional y personal. Lazos significa para mi: Amistad, oportunidad, sueños cumplidos, promoción humana. De antemano indico, que no tengo planeado dejar la familia Lazos, antes bien, mi propósito es lograr establecerme profesionalmente y de esa manera contribuir con mi pequeño granito de arena, para que sean más jóvenes quienes tengan esta posibilidad. Solamente me queda una deuda con ustedes, por la labor, el esfuerzo y la dedicación con cada uno de nosotros. Me acogo a sus oraciones y saben que cuentan también con las mías. Gracias por permitirme surgir en medio de las posibilidades poco favorables que tenía a mi al rededor.” – Milena

Milena terminó con éxito sus estudios de teología en Bogotá. Ahora se encuentra en la Amazonía, más concretamente en Puerto Nariño, donde está realizando un servicio voluntario de un año. Es un proyecto de cooperación entre una organización eclesiástica y la población indígena. Milena trabaja allí con niños y jóvenes indígenas y participa en un proyecto de educación bilingüe que, por un lado, pretende registrar y sistematizar los conocimientos y la lengua de la población indígena y, por otro, dotar a la población local de las herramientas necesarias para representar sus intereses y derechos. „Me alegro de aprender la lengua tikuna, conocer las tradiciones y los rituales. Creo que voy a aprender muchas cosas nuevas y estoy muy emocionada“, nos cuenta Milena. „También estoy deseando aplicar en la práctica lo que he aprendido en mis estudios. Es un proyecto muy emocionante.“. Nos alegramos mucho por Milena, le deseamos mucho éxito en este nuevo proyecto y, por supuesto, ¡ya estamos esperando sus informes e historias!

En la foto vemos a Milena en su ceremonia de graduación junto a su madre, su sobrino y un buen amigo.

am digitalen Lazos-Tag gab es spannende Workshops

Am 5. März kamen insgesamt neun Lazos-Aktive zu einem digitalen Lazos-Tag zusammen. Am Vormittag tauschten sie sich über die neuesten Entwicklungen in Kolumbien aus. So konnten seit dem letzten Lazos-Wochenende im Herbst weitere Geförderte ihr Studium erfolgreich abschließen. Außerdem wurde die Zeit genutzt, um drei Geförderte (Cler, Jooslyn und Paula Alejandra) etwas besser kennenzulernen. Zum Abschluss dieser ersten Einheit beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem Dokument zur Selbstreflexion, das die kolumbianische Gruppe anlässlich des 10-jährigen Jubiläums zusammengestellt hat. Darin reflektiert die Gruppe in Kolumbien positive und negative Entwicklungen der letzten Jahre und gibt ein Ausblick auf die nächsten Jahre gegeben wurde.

Im Anschluss wurden in einer zweiten Arbeitsphase aktuelle Projekte in Workshops bearbeitet. Während eine Gruppe sich um die Aktualisierung der Homepage kümmerte und Ideen für die Fortsetzung der Reihe „Unsere Geförderten berichten“ sammelte, beschäftigte sich eine weitere Kleingruppe mit Strategien zur Motivation von neuen Aktiven. Zum Abschluss fand ein kurzer Austausch über die Ergebnisse und ein Ausblick auf das anstehende Jahr statt.

Jahreshauptversammlung 2022

Am 6. März fand unsere Jahreshauptversammlung nun schon zum dritten Mal in digitaler Form statt. Bei den Vorstandswahlen wurden Kassierer Sebastian Bialas, zweite Vorsitzende Rebekka Schröder und das weitere Vorstandsmitglied Noemi Kumpmann in ihren Ämtern bestätigt. Zusätzlich wurden Judith Ratayczak und Rudolf von Spee erneut für ein Jahr als Beisitzende gewählt.

Schriftführer Johannes Bieker berichtete im Rückblick auf das vergangene Jahr von Corona-bedingten Schwierigkeiten, aber auch einigen sehr positiven Entwicklungen, etwa dem Besuch einer größeren Abordnung aus Geförderten und Verantwortlichen aus Kolumbien im Sommer 2021. Außerdem konnten im letzten Jahr dank der regelmäßigen Spenden aus Deutschland 5 Studentinnen ihr Studium erfolgreich abschließen. Lazos de Amistad blickt hoffnungsvoll auf das Jahr 2022, in dem wegen der Pandemie ausgesetzte Veranstaltungen voraussichtlich wieder aufgenommen werden können.

Einladung zur Jahreshauptversammlung

am Sonntag, 06. März 2022, 10:30 Uhr, digital
Tagesordnung:

1. Begrüßung und Eröffnung der Versammlung
2. Beschlussfähigkeit und Genehmigung der Tagesordnung
3. Wahl einer Schriftführerin / eines Schriftführers
4. Rückblick: Jahresbericht für das abgelaufene Jahr 2021/2022
5. Bericht des Kassierers
6. Bericht der Rechnungsprüfer:innen
7. Entlastung des Vorstands
8. Wahlen

  • des/der zweiten Vorsitzenden (auf 2 Jahre)
  • der Kassiererin / des Kassierers (auf 2 Jahre)
  • eines weiteren Vorstandsmitglieds (auf 2 Jahre)
  • ggf. von Beisitzenden (auf 1 Jahr)
  • zweier Kassenprüfer:innen (auf 1 Jahr)

9. Satzungsänderung

Vorschlag zur Ergänzung des § 11 (Mitgliederversammlung) der Satzung mit folgendem neuen Wortlaut:
„Die Mitgliederversammlung kann auch im Wege der elektronischen Kommunikation (z. B. per Telefon- oder Videokonferenz) oder in einer gemischten Versammlung aus Anwesenden und Videokonferenz/ anderen Medien/Telefon durchgeführt werden. Ob die Mitgliederversammlung in einer Sitzung oder im Wege der elektronischen Kommunikation oder in einer gemischten Versammlung aus Anwesenden und Videokonferenz/anderen Medien/Telefon durchgeführt wird, entscheidet der Vorstand.“

10. Ausblick und Ideen für 2022 und später

  • Lazos-Stammtisch
  • Lazos-Wochenende 14.-16. Okt 2022 in Lennestadt
  • Herbstmarkt/Weihnachtsmarkt Finnentrop 2022 (?)
  • Weitere Termine und Aktionen in 2022

11. Verschiedenes

Änderungswünsche und weitere Vorschläge für die Tagesordnung können gerne bis eine Woche vor der Sitzung eingereicht werden.

Wir bitten um eine kurze Rückmeldung. Auch interessierte Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen.

Auf euer Kommen freut sich

für den Vorstand von „Lazos de Amistad – Bänder der Freundschaft e. V.“
Alexander Sieler

Wir gratulieren Gloria Isabel zum abgeschlossenen Studium!

Eine tolle Nachricht, die uns Ende 2021 erreichte, wollen wir Ihnen und euch nicht vorenthalten: Gloria Isabel, eine der ersten Lazos-Geförderten, hat erfolgreich ihr Studium der Tierhaltung und -zucht beendet.

Gloria stammt aus einem Dorf im Südwesten Kolumbiens, wo die meisten Menschen von der Landwirtschaft leben, wie auch ihre Eltern. Sie hat zwei Schwestern, die ebenfalls von Lazos gefördert wurden/werden. „Viele junge Menschen in dieser Region verlassen die Schule und haben keine Möglichkeiten, eine weiterführende Bildung erhalten. Viele gehen nach Bogotá und arbeiten dort unter schlechten Bedingungen schwarz, ohne Ausbildung.“, erklärt Gloria. Gloria selbst habe sich damals entschieden in Itaibe zu bleiben, um sich um ihre Eltern, insbesondere um ihre Mutter zu kümmern, die an Krebs erkrankte und immer wieder mit der Krankheit kämpfen muss. „Dass ich etwas im Bereich der Landwirtschaft machen möchte, wusste ich schon lange.”, erzählt Gloria. „Dann habe ich herausgefunden, dass es auch die Möglichkeit gibt, ein Fernstudium zu absolvieren. Durch Lazos hatte ich schließlich auch die finanziellen Mittel dafür. Der Weg war nicht immer leicht. Manchmal musste ich ein Semester lang pausieren, z.B. weil ich mich um meine Mutter gekümmert habe oder als mein Sohn geboren wurde. Das war ganz schön schwierig. Aber mit der Unterstützung meiner Familie und insbesondere auch durch Lazos, konnte ich immer wieder weitermachen und habe meine Motivation trotz der vielen Hindernisse nicht verloren. Lazos war das Beste, das mir hätte passieren können. Euch verdanke ich so viel.” Deshalb werde sie auch Teil von Lazos bleiben und möchte versuchen, ihre Position auf dem Land zu nutzen und gerade junge Menschen dort zu motivieren, Möglichkeiten der Ausbildung zu suchen und auch Onlineangebote zu nutzen, die einen Umzug in die Stadt nicht mehr notwendig machen. Sie selbst bewirbt sich aktuell auf Stellen in der Tierhaltung. Sie möchte Geld sparen, um anschließend einen einjährigen Master zu studieren und dann langfristig gemeinsam mit ihrem Mann den Hof ihrer Eltern übernehmen, um dort ökologische Landwirtschaft zu betreiben.

Wir freuen uns, dass Gloria ihren Abschluss in den Händen hält und wünschen ihr alles Gute für ihre Zukunft!

Auf dem Bild sehen wir Gloria, ihre Mutter und ihren Sohn auf ihrer Abschlussfeier.

Beisammensein, Reflektieren, Ziele setzen – Nationales Treffen im Kaffeedreieck

Wir starten das neue Jahr mit einem kleinen Rückblick auf das Nationale Lazos-Treffen in Kolumbien, das Ende November des vergangenen Jahres stattfand [texto español abajo]. Einmal im Jahr veranstaltet die Lazos-Gruppe in Kolumbien ein Nationales Treffen, das Encuentro Nacional, zu dem die Geförderten aus dem ganzen Land anreisen. Zum ersten Mal fand das nationale Treffen dieses Mal außerhalb von Bogotá, nämlich in Santa Rosa de Cabal im Süden von Risaralda im sogenannten Kaffeedreieck, statt – eine Region Kolumbiens, die für ihren Kaffeeanbau bekannt ist. Besonders war dieses Mal auch, dass das Nationale Treffen seit Beginn der Pandemie zum ersten Mal wieder in Präsenz abgehalten werden konnte. Da war die Freude, sich endlich persönlich wiederzusehen, natürlich besonders groß. Für viele Geförderte, die neu und erst während der Pandemie zur Gruppe gestoßen sind, stellte dies auch die erste Gelegenheit dar, die Gruppe endlich persönlich kennenzulernen, die sie bisher meist nur durch Videokonferenzen kannten.

Ana Maria, die Kommunikationswissenschaften und Journalismus studiert und das erste Mal beim Nationalen Treffen dabei war, findet abschließend folgende Worte für die Gruppe: „Vielen Dank an alle, die dieses Treffen möglich gemacht haben. Danke, dass ich diese drei besonderen und einzigartigen Tage mit euch verbringen durfte, die ich für immer in meinem Herzen bewahren werde. Dieses Treffen hat es uns ermöglicht, uns selbst und unsere Freundschaftsbande wachsen zu lassen. Zeit mit jeder und jedem von euch zu verbringen und eure Geschichten kennenzulernen und uns auszutauschen war wunderbar.“

Von Freitagvormittag bis Sonntagmittag dauerte das Treffen. Im Vordergrund stand vor allem der Austausch über verschiedene Themen, wie z.B. soziale Ungleichheiten, Armut, die Klimakrise und der Umweltschutz, und die Reflexion über die eigene Verantwortung und die eigenen Möglichkeiten, sich im Rahmen des Studiums und insbesondere auch des Berufslebens für diese Themen einzusetzen. Wie bei jedem Nationalen Treffen gab es ebenfalls Raum, das zurückliegende Jahr, persönliche und akademische Herausforderungen, zu reflektieren. Was war schwierig, was habe ich erreicht, wie habe ich Herausforderungen gemeistert? Welche Rolle spielt Lazos dabei? Teil der Reflexion war ebenfalls, sich Ziele, auf akademischer und persönlicher Ebene, für das nächste Jahr zu setzen. Am Treffen nahmen auch ehemalige Geförderte teil, die ihre Erfahrungen aus dem Berufsleben teilten.
Neben Zeit für persönlichen Austausch und gemeinsamer Zeit abends beim Lagerfeuer, hatte die Gruppe auch die Möglichkeit gemeinsam die Umgebung und Natur des Kaffeedreiecks kennenzulernen, was mit großer Begeisterung angenommen wurde.

„Wir haben unser Ziel für dieses Treffen erreicht“, fasst Rosa Mainieri, die die Lazos-Gruppe als Freiwillige unterstützt zusammen: „sich näher kennenlernen, sich austauschen und die Freundschaft Tag für Tag zu stärken.“

Neben den Eindrücken in Form von Bildern, hier ein kleiner Eindruck in Form eines Videos: https://youtu.be/eoQx1QQ2pGs

 

Reunirse, reflexionar, fijar metas – Encuentro Nacional en el Eje Cafetero

Comenzamos el nuevo año con un pequeño repaso al Encuentro Nacional de Lazos en Colombia, que tuvo lugar a finales de noviembre del año pasado. Una vez al año, el grupo de Lazos Colombia organiza un Encuentro Nacional, al que acuden los miembros de todo el país. Por primera vez, la reunión nacional tuvo lugar fuera de Bogotá, concretamente en Santa Rosa de Cabal, en el sur de Risaralda, en el eje cafetero, una región de Colombia conocida por sus cultivos del café. Lo que también fue especial esta vez fue que el Encuentro Nacional pudo celebrarse de nuevo en presencia por primera vez desde el comienzo de la pandemia. La alegría de volver a verse en persona fue, naturalmente, especialmente grande. Para muchos de los miembros, que eran nuevos y se unieron al grupo durante la pandemia, ésta fue también la primera oportunidad de conocer por fin en persona al grupo, que antes sólo habían conocido a través de videoconferencias.

Ana María, que estudia comunicación social y periodismo y que participó por primera vez al Encuentro Nacional, encuentra estas palabras para el grupo: “ Muchas gracias a todos los que hicieron posible este encuentro y a todos en general por permitirme compartir con ustedes 3 días especiales y únicos, los cuales atesoraré en mi corazón por siempre, pues este encuentro permitió enriquecer nuestro espíritu y nuestros lazos de amistad. Y así mismo el compartir más con cada uno de ustedes y conocer su historia fue muy bonito y gratificante.“

La reunión duró desde el viernes por la mañana hasta el domingo al mediodía. El objetivo principal era intercambiar puntos de vista sobre diversas cuestiones, como las desigualdades sociales, la pobreza, la crisis climática y la protección del medio ambiente, y reflexionar sobre las propias responsabilidades y oportunidades para defender estas cuestiones en el contexto de los estudios y, especialmente, de la vida profesional. Como en cada Encuentro Nacional, también hubo espacio para reflexionar sobre el año pasado, los retos personales y académicos. ¿Qué fue difícil, qué logré, cómo superé los desafíos? ¿Qué papel juega Lazos en esto? Parte de la reflexión también consistió en establecer objetivos, a nivel académico y personal, para el próximo año. A la reunión también asistieron miembros ya graduados que compartieron sus experiencias de su vida profesional.

Además de tiempo para el intercambio personal y de pasar tiempo juntos alrededor de la fugata por la noche, el grupo también tuvo la oportunidad de conocer juntos los alrededores y la naturaleza del efe cafetero, lo que causó gran entusiasmo.

„Se cumplen los objetivos.“, resume Rosa Mainieri, que apoya al grupo Lazos como voluntaria: „acercarnos, conocernos, compartir y estrechar cada día más nuestros lazos de amistad.“

Además de las impresiones en forma de fotos, aquí hay una pequeña impresión en forma de vídeo: https://youtu.be/eoQx1QQ2pGs