Kategorie: Kolumbien

Präsidentschaftswahlen 2022: Ein kurzer Blick auf die aktuelle politische Situation in Kolumbien

Im Mai fand in Kolumbien die erste Runde der Präsidentschaftswahlen statt. Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen, Gustavo Petro und Rodolfo Hernández, treten nun am Sonntag (19.06.) in der Stichwahl gegeneinander an. Ein wichtiger Tag für Kolumbien, an dem sich entscheiden wird, welche Linie die kolumbianische Regierung in den nächsten vier Jahren verfolgen wird. Ángel, Lazos-Geförderter und Student der Geisteswissenschaften, hat einen kleinen Artikel darüber geschrieben, den man unter dem Menüpunkt „Unsere Geförderten berichten“ oder direkt mit einem Klick hier findet. Dort gibt Ángel einen kleinen Überblick über die aktuelle politische Situation in Kolumbien. Er berichtet zunächst über die letzten vier Jahre unter dem ultrarechten Präsidenten Iván Duque und beleuchtet anschließend die Wahlprogramme der beiden aktuellen Kandidaten und geht dabei sowohl auf positive als auch auf negative Aspekte der beiden Gegner ein. Besonders spannend ist die Kandidatur von Francia Márquez als Vizepräsidentin für Petro. Sie ist eine afrokolumbianische Aktivistin und soziale Führungsperson, die sich für Umweltschutz und den Frieden in sehr benachteiligten und von Gewalt geprägten Gebieten eingesetzt hat. Ein Blick in Ángels Artikel lohnt sich sehr! Hier geht’s zum Artikel.

Elecciones presidenciales 2022: Rápida mirada sobre la actualidad política colombiana

En mayo se llevó a cabo la primera vuelta de las elecciones presidenciales en Colombia. Los dos candidatos más votados, Gustavo Petro y Rodolfo Hernández, se enfrentarán ahora en la segunda vuelta el domingo (19 de junio). Un día importante para Colombia, que decidirá qué línea seguirá el gobierno colombiano en los próximos cuatro años. Ángel, miembro de Lazos Colombia y estudiante de ciencias sociales, da un breve repaso de la situación política actual de Colombia que se puede encontrar en el punto del menú „Unsere Geförderten berichten“ o directamente haciendo clic aquí. Primero informa sobre los últimos cuatro años bajo el presidente ultraderechista Iván Duque y luego examina los programas electorales de los dos candidatos actuales, destacando los aspectos positivos y negativos de los dos contrincantes. Especialmente emocionante es la candidatura a la Vicepresidencia de Petro de Francia Márquez, activista afrocolombiana y líder social que ha trabajado por la protección del medio ambiente y la paz en zonas muy desfavorecidas y marcadas por la violencia.Merece la pena echar un vistazo al artículo de Ángel. Hagan clic aquí para ver el artículo.

Erfolgreicher Studiumsabschluss in Biomedizintechnik: Herzlichen Glückwunsch, Verónica!

„Lazos ist für mich ein Wegbereiter meiner Träume in meinem Leben, in Lazos bin ich als Frau, als Mensch, als Freundin und in meiner beruflichen Karriere gewachsen.“

Nach 6 Jahren Studium, einschließlich Praktika, beendet Verónica erfolgreich ihr Biomedizintechnikstudium. Nun ist sie auf Jobsuche in Krankenhäusern oder Kliniken, wo sie im biomedizinischen Bereich arbeiten möchte, z.B. in der Wartung und Überwachung von Geräten. So hofft sie, auch ihre Familie unterstützen zu könne. Aktuell Sie erfüllt sich ihren Traum, eine Sprache zu lernen und besucht einen Deutschkurs. Sie ist seit Ende 2014 Teil von Lazos. Dabei hat sie nicht nur Freundschaftsbande in Kolumbien, sondern auch nach Deutschland geknüpft. Sie hat u.a. am Patenschaftsprojekt teilgenommen und sich per Brief mit ihrer Patin in Deutschland ausgetauscht.

Wir freuen uns sehr für Verónica und gratulieren ihr von Herzen!

Mehr Infos zu Patenschaften finden Sie / findet ihr hier.

Graduación en Ingeniería Biomédica: ¡Felicidades, Verónica!

„Lazos ha sido un precursor de sueños en mi vida, en Lazos he crecido como mujer, como persona, como amiga y como profesional.“

Tras 6 años de estudios, incluidas las prácticas, Verónica termina con éxito sus estudios de ingeniería biomédica. Ahora busca empleo en hospitales o clínicas donde le gustaría trabajar en el ámbito biomédico, por ejemplo en el mantenimiento y la supervisión de equipos. De este modo, espera poder apoyar también a su familia. Actualmente está cumpliendo su sueño de aprender un idioma y asiste a un curso de alemán. Forma parte de Lazos desde finales de 2014. No sólo ha tejido lazos de amistad en Colombia, sino también en Alemania. Entre otras cosas, participó en el proyecto de lxs padrinos/madrinas e intercambió cartas con su madrina en Alemania.

Nos alegramos mucho por Verónica y la felicitamos de todo corazón!

Pueden encontrar más información sobre lxs padrinos/madrinas (en alemán) aquí.

Abgeschlossenes BWL-Studium mit Schwerpunkt Rechnungswesen: Wir gratulieren Nancy!

„Das Erreichen dieses Ziels hat mich sehr stolz gemacht mich mit einer Art von Glück erfüllt, die ich noch nie zuvor erlebt hatte, denn das Erreichen eines Ziels, das einen Opfer, Zeit und Mühe gekostet hat, erfüllt einen auf eine Art und Weise, die ich nicht erklären kann. Und ich bin Lazos sehr dankbar, denn sie waren ein sehr wichtiger Teil davon, dass ich diesen Traum verwirklichen konnte.“

Lazos-Geförderte Nancy hat erfolgreich ihr BWL-Stdium im Bereich Rechnungswesen abgeschlossen. Da sie bereits zuvor eine Ausbildung in dem Bereich absolvierte, konnte sie ihre Studienzeit von fünf auf drei Jahre verkürzen. Während der Corona-Pandemie verlor sie ihren Nebenjob, konnte aber Dank Lazos weiter online studieren. Eine Dozentin unterstützte sie bei der Suche eines Jobs, sodass sie seit letztem Jahr neben ihrem Studium bereits als Buchhaltungsassistentin arbeitete, wo sie aktuell immer noch tätig ist. „Lazos hat mir geholfen, einen Teil meiner Studiengebühren zu zahlen. Hinzu kommen die persönlichen Erfahrungen, die ich durch die Begegnung mit Lazos gemacht habe, und all den neuen Freunden, die ich gefunden habe, für die ich sehr dankbar bin. Denn ich bin kein extrovertierter Mensch und es fällt mir schwer, mich Menschen zu öffnen.“, sagt Nancy über Lazos. „Ich habe nicht mehr viel Freizeit, aber ich möchte in Lazos de Amistad weitermachen. “

Wir sind sehr stolz auf Nancy und gratulieren ihr zum erfolgreichen Studiumsabschluss!

Graduación en Contadura Pública: ¡Felicidades Nancy!

„Cumplir esta meta fue un orgullo y un tipo de felicidad que no había experimentado, porque cumplir una meta que te a costado sacrificios, tiempo y esfuerzos te llena de una manera que no sabría cómo explicar 🥹, y estoy muy agradecida con lazos porque fue una parte muy importante para poder cumplir este sueño.“

Nancy, miembro de Lazos Colombia, terminó con éxito sus estudios de contabilidad. Como ya había realizado unos estudios en el Sena, pudo acortar su tiempo de estudio de cinco a tres años. Durante la pandemia, perdió su trabajo a tiempo parcial, pero pudo seguir estudiando en línea gracias a Lazos. Una profesora la apoyó en la búsqueda de un empleo, de modo que desde el año pasado ya trabajaba como auxiliar de contabilidad paralelamente a sus estudios, y donde sigue trabajando actualmente. „Lazos me ayudaba con parte del valor del semestre a parte pues el aprendizaje como persona que tuve al conocerlos y todos los amigos nuevos que adquirí ya que no soy una persona extrovertida y me cuesta abrirme a las personas.“, dice Nancy sobre Lazos. „No me queda mucho tiempo libre pero quiero seguir en Lazos de Amistad.“

Estamos muy orgullosxs de Nancy y la felicitamos por su exitosa graduación!

Wir gratulieren Milena zu ihrem abgeschlossenen Theologie-Studium!

„Ich möchte euch vor allem für all die Unterstützung danken, die ich von Lazos in meinem beruflichen und persönlichen Ausbildungsprozess erhalten habe. Lazos bedeutet für mich Freundschaft, Chancen, erfüllte Träume, menschliche Entwicklung. Ich habe nicht vor, die Lazos-Familie zu verlassen, sondern mich beruflich zu festigen und auf diese Weise meinen kleinen Beitrag zu leisten, damit mehr junge Menschen die Möglichkeit haben, die ich hatte.
Ich bin euch für eure Arbeit, eure Bemühungen und euer Engagement für jeden einzelnen von uns zu Dank verpflichtet. Ich zähle auf eure Gebete und ihr wisst, dass ihr auch auf meine zählen könnt. Danke, dass sich durch euch diese Möglichkeiten für mich ergeben haben, trotz der schwierigen Bedingungen, die mich umgeben.“ – Milena

Milena hat erfolgreich ihr Theologie-Studium in Bogotá beendet. Mittlerweile befindet sie sich im Amazonas, genauer gesagt in Puerto Nariño, wo sie einen einjährigen Freiwilligendienst absolviert. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt einer kirchlichen Organisation und der indigenen Bevölkerung. Milena arbeitet dort mit indigenen Kindern und Jugendlichen und ist in ein bilinguales Bildungsprojekt eingebunden, das einerseits das Ziel verfolgt, das Wissen und die Sprache der indigenen Bevölkerung festzuhalten und zu systematisieren, und andererseits die Bevölkerung vor Ort mit den nötigen Werkzeugen auszurüsten, ihre Interessen vertreten zu können. „Ich freue mich darauf, Tikuna (die Sprache) zu lernen, die Traditionen und Rituale kennenzulernen. Ich denke, ich werde sehr viel Neues lernen und bin sehr gespannt.“, erzählt Milena. „Außerdem freue ich mich, Dinge, die ich im Studium gelernt habe, nun in der Praxis anzuwenden. Es ist ein sehr spannendes Projekt.“ Wir freuen uns sehr für Milena, wünschen ihr viel Erfolg für dieses neue Projekt und sind natürlich schon jetzt gespannt auf ihre Berichte und Erzählungen!

Auf dem Bild sehen wir Milena bei ihrer Abschlussfeier gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrem Neffen und einem guten Freund.

¡Felicitamos a Milena por haber terminado su carrera de teología!

“Deseo agradecerles todo el acompañamiento que he recibido de parte de Lazos en mi proceso de formación profesional y personal. Lazos significa para mi: Amistad, oportunidad, sueños cumplidos, promoción humana. De antemano indico, que no tengo planeado dejar la familia Lazos, antes bien, mi propósito es lograr establecerme profesionalmente y de esa manera contribuir con mi pequeño granito de arena, para que sean más jóvenes quienes tengan esta posibilidad. Solamente me queda una deuda con ustedes, por la labor, el esfuerzo y la dedicación con cada uno de nosotros. Me acogo a sus oraciones y saben que cuentan también con las mías. Gracias por permitirme surgir en medio de las posibilidades poco favorables que tenía a mi al rededor.” – Milena

Milena terminó con éxito sus estudios de teología en Bogotá. Ahora se encuentra en la Amazonía, más concretamente en Puerto Nariño, donde está realizando un servicio voluntario de un año. Es un proyecto de cooperación entre una organización eclesiástica y la población indígena. Milena trabaja allí con niños y jóvenes indígenas y participa en un proyecto de educación bilingüe que, por un lado, pretende registrar y sistematizar los conocimientos y la lengua de la población indígena y, por otro, dotar a la población local de las herramientas necesarias para representar sus intereses y derechos. „Me alegro de aprender la lengua tikuna, conocer las tradiciones y los rituales. Creo que voy a aprender muchas cosas nuevas y estoy muy emocionada“, nos cuenta Milena. „También estoy deseando aplicar en la práctica lo que he aprendido en mis estudios. Es un proyecto muy emocionante.“. Nos alegramos mucho por Milena, le deseamos mucho éxito en este nuevo proyecto y, por supuesto, ¡ya estamos esperando sus informes e historias!

En la foto vemos a Milena en su ceremonia de graduación junto a su madre, su sobrino y un buen amigo.

Wir gratulieren Gloria Isabel zum abgeschlossenen Studium!

Eine tolle Nachricht, die uns Ende 2021 erreichte, wollen wir Ihnen und euch nicht vorenthalten: Gloria Isabel, eine der ersten Lazos-Geförderten, hat erfolgreich ihr Studium der Tierhaltung und -zucht beendet.

Gloria stammt aus einem Dorf im Südwesten Kolumbiens, wo die meisten Menschen von der Landwirtschaft leben, wie auch ihre Eltern. Sie hat zwei Schwestern, die ebenfalls von Lazos gefördert wurden/werden. „Viele junge Menschen in dieser Region verlassen die Schule und haben keine Möglichkeiten, eine weiterführende Bildung erhalten. Viele gehen nach Bogotá und arbeiten dort unter schlechten Bedingungen schwarz, ohne Ausbildung.“, erklärt Gloria. Gloria selbst habe sich damals entschieden in Itaibe zu bleiben, um sich um ihre Eltern, insbesondere um ihre Mutter zu kümmern, die an Krebs erkrankte und immer wieder mit der Krankheit kämpfen muss. „Dass ich etwas im Bereich der Landwirtschaft machen möchte, wusste ich schon lange.”, erzählt Gloria. „Dann habe ich herausgefunden, dass es auch die Möglichkeit gibt, ein Fernstudium zu absolvieren. Durch Lazos hatte ich schließlich auch die finanziellen Mittel dafür. Der Weg war nicht immer leicht. Manchmal musste ich ein Semester lang pausieren, z.B. weil ich mich um meine Mutter gekümmert habe oder als mein Sohn geboren wurde. Das war ganz schön schwierig. Aber mit der Unterstützung meiner Familie und insbesondere auch durch Lazos, konnte ich immer wieder weitermachen und habe meine Motivation trotz der vielen Hindernisse nicht verloren. Lazos war das Beste, das mir hätte passieren können. Euch verdanke ich so viel.” Deshalb werde sie auch Teil von Lazos bleiben und möchte versuchen, ihre Position auf dem Land zu nutzen und gerade junge Menschen dort zu motivieren, Möglichkeiten der Ausbildung zu suchen und auch Onlineangebote zu nutzen, die einen Umzug in die Stadt nicht mehr notwendig machen. Sie selbst bewirbt sich aktuell auf Stellen in der Tierhaltung. Sie möchte Geld sparen, um anschließend einen einjährigen Master zu studieren und dann langfristig gemeinsam mit ihrem Mann den Hof ihrer Eltern übernehmen, um dort ökologische Landwirtschaft zu betreiben.

Wir freuen uns, dass Gloria ihren Abschluss in den Händen hält und wünschen ihr alles Gute für ihre Zukunft!

Auf dem Bild sehen wir Gloria, ihre Mutter und ihren Sohn auf ihrer Abschlussfeier.

Beisammensein, Reflektieren, Ziele setzen – Nationales Treffen im Kaffeedreieck

Wir starten das neue Jahr mit einem kleinen Rückblick auf das Nationale Lazos-Treffen in Kolumbien, das Ende November des vergangenen Jahres stattfand [texto español abajo]. Einmal im Jahr veranstaltet die Lazos-Gruppe in Kolumbien ein Nationales Treffen, das Encuentro Nacional, zu dem die Geförderten aus dem ganzen Land anreisen. Zum ersten Mal fand das nationale Treffen dieses Mal außerhalb von Bogotá, nämlich in Santa Rosa de Cabal im Süden von Risaralda im sogenannten Kaffeedreieck, statt – eine Region Kolumbiens, die für ihren Kaffeeanbau bekannt ist. Besonders war dieses Mal auch, dass das Nationale Treffen seit Beginn der Pandemie zum ersten Mal wieder in Präsenz abgehalten werden konnte. Da war die Freude, sich endlich persönlich wiederzusehen, natürlich besonders groß. Für viele Geförderte, die neu und erst während der Pandemie zur Gruppe gestoßen sind, stellte dies auch die erste Gelegenheit dar, die Gruppe endlich persönlich kennenzulernen, die sie bisher meist nur durch Videokonferenzen kannten.

Ana Maria, die Kommunikationswissenschaften und Journalismus studiert und das erste Mal beim Nationalen Treffen dabei war, findet abschließend folgende Worte für die Gruppe: „Vielen Dank an alle, die dieses Treffen möglich gemacht haben. Danke, dass ich diese drei besonderen und einzigartigen Tage mit euch verbringen durfte, die ich für immer in meinem Herzen bewahren werde. Dieses Treffen hat es uns ermöglicht, uns selbst und unsere Freundschaftsbande wachsen zu lassen. Zeit mit jeder und jedem von euch zu verbringen und eure Geschichten kennenzulernen und uns auszutauschen war wunderbar.“

Von Freitagvormittag bis Sonntagmittag dauerte das Treffen. Im Vordergrund stand vor allem der Austausch über verschiedene Themen, wie z.B. soziale Ungleichheiten, Armut, die Klimakrise und der Umweltschutz, und die Reflexion über die eigene Verantwortung und die eigenen Möglichkeiten, sich im Rahmen des Studiums und insbesondere auch des Berufslebens für diese Themen einzusetzen. Wie bei jedem Nationalen Treffen gab es ebenfalls Raum, das zurückliegende Jahr, persönliche und akademische Herausforderungen, zu reflektieren. Was war schwierig, was habe ich erreicht, wie habe ich Herausforderungen gemeistert? Welche Rolle spielt Lazos dabei? Teil der Reflexion war ebenfalls, sich Ziele, auf akademischer und persönlicher Ebene, für das nächste Jahr zu setzen. Am Treffen nahmen auch ehemalige Geförderte teil, die ihre Erfahrungen aus dem Berufsleben teilten.
Neben Zeit für persönlichen Austausch und gemeinsamer Zeit abends beim Lagerfeuer, hatte die Gruppe auch die Möglichkeit gemeinsam die Umgebung und Natur des Kaffeedreiecks kennenzulernen, was mit großer Begeisterung angenommen wurde.

„Wir haben unser Ziel für dieses Treffen erreicht“, fasst Rosa Mainieri, die die Lazos-Gruppe als Freiwillige unterstützt zusammen: „sich näher kennenlernen, sich austauschen und die Freundschaft Tag für Tag zu stärken.“

Neben den Eindrücken in Form von Bildern, hier ein kleiner Eindruck in Form eines Videos: https://youtu.be/eoQx1QQ2pGs

 

Reunirse, reflexionar, fijar metas – Encuentro Nacional en el Eje Cafetero

Comenzamos el nuevo año con un pequeño repaso al Encuentro Nacional de Lazos en Colombia, que tuvo lugar a finales de noviembre del año pasado. Una vez al año, el grupo de Lazos Colombia organiza un Encuentro Nacional, al que acuden los miembros de todo el país. Por primera vez, la reunión nacional tuvo lugar fuera de Bogotá, concretamente en Santa Rosa de Cabal, en el sur de Risaralda, en el eje cafetero, una región de Colombia conocida por sus cultivos del café. Lo que también fue especial esta vez fue que el Encuentro Nacional pudo celebrarse de nuevo en presencia por primera vez desde el comienzo de la pandemia. La alegría de volver a verse en persona fue, naturalmente, especialmente grande. Para muchos de los miembros, que eran nuevos y se unieron al grupo durante la pandemia, ésta fue también la primera oportunidad de conocer por fin en persona al grupo, que antes sólo habían conocido a través de videoconferencias.

Ana María, que estudia comunicación social y periodismo y que participó por primera vez al Encuentro Nacional, encuentra estas palabras para el grupo: “ Muchas gracias a todos los que hicieron posible este encuentro y a todos en general por permitirme compartir con ustedes 3 días especiales y únicos, los cuales atesoraré en mi corazón por siempre, pues este encuentro permitió enriquecer nuestro espíritu y nuestros lazos de amistad. Y así mismo el compartir más con cada uno de ustedes y conocer su historia fue muy bonito y gratificante.“

La reunión duró desde el viernes por la mañana hasta el domingo al mediodía. El objetivo principal era intercambiar puntos de vista sobre diversas cuestiones, como las desigualdades sociales, la pobreza, la crisis climática y la protección del medio ambiente, y reflexionar sobre las propias responsabilidades y oportunidades para defender estas cuestiones en el contexto de los estudios y, especialmente, de la vida profesional. Como en cada Encuentro Nacional, también hubo espacio para reflexionar sobre el año pasado, los retos personales y académicos. ¿Qué fue difícil, qué logré, cómo superé los desafíos? ¿Qué papel juega Lazos en esto? Parte de la reflexión también consistió en establecer objetivos, a nivel académico y personal, para el próximo año. A la reunión también asistieron miembros ya graduados que compartieron sus experiencias de su vida profesional.

Además de tiempo para el intercambio personal y de pasar tiempo juntos alrededor de la fugata por la noche, el grupo también tuvo la oportunidad de conocer juntos los alrededores y la naturaleza del efe cafetero, lo que causó gran entusiasmo.

„Se cumplen los objetivos.“, resume Rosa Mainieri, que apoya al grupo Lazos como voluntaria: „acercarnos, conocernos, compartir y estrechar cada día más nuestros lazos de amistad.“

Además de las impresiones en forma de fotos, aquí hay una pequeña impresión en forma de vídeo: https://youtu.be/eoQx1QQ2pGs

Abgeschlossenes Lehramtstudium Chemie: Wir gratulieren unserer Geförderten und unserem Vorstandsmitglied in Kolumbien Angie!

„Seit ich klein bin, habe ich davon geträumt zur Uni gehen zu können und einen Berufsabschluss zu erhalten. Und nun stehe ich hier und habe es geschafft – dank meiner Beharrlichkeit und meines Ehrgeizes, aber vor allem dank meiner Mutter, die mich so selbstlos und mit so viel Kraft unterschützt hat, trotz sehr geringer finanzieller Mittel, dank meiner Ersatzeltern, die diesen Moment leider nicht mehr miterleben können, von denen ich aber weiß, dass sie sich freuen und stolz auf mich sind, und auch dank der Personen, die ich auf meinem Weg getroffen habe und die unglaublich wichtig für mich geworden sind: Padre Gabriel (Leiter der Lazosgruppe in Kolumbien) und Lazos de Amistad. Mir fehlen die Worte, um meinen Dank auszudrücken.“ So beschreibt Angie den Moment ihres Studiumsabschlusses.

Angie stammt aus einer ländlichen Region in der Nähe von Bogotá, wo es kaum Zugang zu einer höheren Bildung gibt. In Bogotá studierte sie an der öffentlichen Universität „Universidad Distrital Francisco José de Caldas“ Chemie auf Lehramt, das sie vor einigen Wochen erfolgreich abschloss. „Ich hatte das Glück, an einer öffentlichen Uni studieren zu können, den Wesenskern des Menschlichen kennenzulernen. Ich durfte ein Semester im Ausland studieren und so auf ganz unterschiedliche Art und Weise lernen, mich geistig und spirituell bereichern.“, erzählt Angie.

Während sie im letzten Jahr ihres Studiums an ihrer Abschlussarbeit schrieb, hat sie bereits eine Spezialisierung in Angewandter Chemie begonnen, die sie nächstes Jahr nach einem Theorieteil mit einem Praktikum abschließen wird. Anschließend möchte sie gerne wissenschaftlich arbeiten, am liebsten in der Pharmaindustrie. Auch als Lehrerin würde sie später gerne arbeiten, jedoch reiche das Gehalt aktuell leider nicht aus, um eine Familie zu ernähren. Deshalb habe sie sich für die Spezialisierung entschieden. Im letzten Jahr hat Angie nämlich geheiratet und einen kleinen Sohn zur Welt gebracht. „Das letzte Jahr verlief sehr überraschend und war nicht immer einfach.“, erklärt Angie, „Aber mein Sohn hat völlig neue Kräfte in mir freigesetzt und mich motiviert, all das zu schaffen.“

Seit 2017 ist Angie Teil des Vorstands von Lazos Kolumbien und aus der Gruppe nicht mehr wegzudenken. Sie wird weiterhin bei Lazos und vorerst auch im Vorstand aktiv bleiben. „Ich hoffe, dass ich weiterhin Lazos und auf diese Weise andere junge Menschen unterstützen kann, die voller Träume und dem Willen sind, sich weiterzuentwickeln, denen diese Unterstützung fehlt, die Lazos geben kann, und die so einen großen Unterschied machen kann. Ich hoffe, dass ich noch auf vielen Ebenen zu meiner Lazos-Familie beitragen werde.“

Wir sind stolz auf Angie und den Weg, den sie gegangen ist, und gratulieren ihr zu ihrem Abschluss. Wir wünschen ihr alles Gute für ihre (berufliche) Zukunft. Und natürlich freuen wir uns sehr, dass sie der Lazos-Gruppe erhalten bleibt und freuen uns auf viele weitere wunderbare Momente und großartige Zusammenarbeit mit ihr!

Auf den Bildern sehen wir Angie am Tag ihres Abschlusses, mit ihrem Sohn, sowie mit ihrer Mutter und mit ihrem Mann Deby, der ebenfalls Lazos-Geförderter ist.

   

Abgeschlossenes Medizin-Studium: Wir gratulieren Gabriela!

Wir gratulieren unserer Geförderten Gaby zu ihrem abgeschlossenen Medizin-Studium!

Nach 6 Jahren Studium, einschließlich Praktika im Krankenhaus, hat unsere Geförderte Gabriela ihr Medizin-Studium erfolgreich abgeschlossen. Sie studierte an einer privaten Uni in Pereira. Lazos half ihr, einen Teil des Kredites zu bezahlen, den sie für ihr Studium aufnehmen musste. „Außerdem war Lazos Licht und Hoffnung auf meinem Weg. Dank Lazos habe ich wundervolle Menschen getroffen. Lazos hat mir auch geholfen, die Ärztin zu werden, die ich jetzt bin.“, erzählt Gaby.

In Kolumbien folgt nach dem Medizin-Studium ein soziales Jahr, in dem die Absolvent:innen in benachteiligten Regionen arbeiten. So wird Gaby nun zunächst ein Jahr lang als Ärztin an der Grenze zu Venezuela beschäftigt sein. „Wenn ich im Laufe der Zeit fest im Berufsleben stehe, möchte ich mit Lazos gerne mehr jungen Menschen helfen, zu studieren.“, erklärt Gaby.

Wir freuen uns, dass Gaby weiter Teil von Lazos bleibt, und wünschen ihr für diesen nächsten Lebensabschnitt alles Gute!

Lazos Deutschland blickt sorgenvoll auf die aktuellen Geschehnisse und Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien

Wir von Lazos Deutschland sind in Gedanken bei den friedlich demonstrierenden Menschen in Kolumbien und der Zivilbevölkerung, die derzeit in bürgerkriegsähnlichen Zuständen leben muss.
Auch in Deutschland finden zurzeit viele Solidaritätsbekundungen mit den Demonstrierenden in Kolumbien statt. Hier waren einige Lazos-Mitglieder bei einer Aktion in Münster dabei.

Warum demonstriert wird und wie die Lage vor Ort ist, berichten in diesem Artikel die Lazos-Geförderten Milena, Lorena und Leonardo Stíven.

Bei Lazos Deutschland beobachten wir mit großer Sorge die Polizeigewalt und Militarisierung der Städte in Kolumbien. Es gibt bereits jetzt zahlreiche Verletzte, Tote und Verschwundene sowie willkürliche Festnahmen und Berichte von sexualisierter Gewalt seitens der „Sicherheitskräfte“. Es wird außerdem berichtet, dass das Sondereinsatzkommando der Polizei („ESMAD“) Granatwerfer gegen Demonstrierende einsetzt und dass die Polizei in Zivil Demonstrierende angreift. Darüber hinaus zeigen Videos, wie weiß gekleidete Zivilisten auf demonstrierende Indigene schießen, während die Polizei vor Ort war und trotzdem nicht eingriff. Das sind nur einige Beispiele der aktuellen Geschehnisse in Kolumbien, die auch bei uns in Deutschland Angst hervorrufen.

Wir sorgen uns um die Sicherheit und Unversehrtheit der kolumbianischen Zivilbevölkerung und insbesondere unserer Geförderten und Mitglieder von Lazos Kolumbien.

Für die Proteste gibt es zahlreiche Gründe (nachzulesen im zuvor genannten Artikel), einer davon ist die Bildungspolitik, die sehr eng mit der Arbeit von Lazos verknüpft ist. In Kolumbien gibt es sehr wenige öffentliche Universitäten, wohingegen private Universitäten zwar zahlreicher sind, aber auch sehr hohe Studiengebühren erheben. Die öffentlichen Unis haben zwar einen sehr guten Ruf, sind aber schlecht finanziert. Sie befinden sich häufig im schlechten Zustand: es fehlen Gelder für Personal, Materialien, Ausstattung und Gebäudeinstandhaltung. Außerdem ist die Zahl der Studienplätze begrenzt und jedes Semester gibt es tausende Bewerber:innen auf sehr wenige Plätze. Ein Kritikpunkt der Demonstrierenden an der aktuellen Regierung ist, dass unter Präsident Duque Haushaltskürzungen im Bereich Bildung vorgenommen wurden, während der Etat für Waffen deutlich erhöht wurde.

Die Demonstrierenden fordern Zugang zu kostenfreier Bildung, gerade jetzt, wo durch die Corona-Pandemie noch mehr Menschen in Armut leben. Es gab bereits Gespräche zwischen der Regierung und Vertreter:innen der Demonstrierenden, die bisher erfolglos blieben. Der Präsident lehnte die Forderung nach kostenfreier Bildung ab. Zwar sagte er zu, dass Studierende öffentlicher Unis, die aus einkommensschwachen Familien stammen, im nächsten Semester keine Studiengebühr zahlen müssen, aber das ist aus Sicht der Lazos-Geförderten Milena, die in Bogotá Theologie studiert, „ein Schritt, jedoch kein Fortschritt“. „Eigentlich müsste der Etat für Bildung deutlich erhöht werden, sodass es mehr Studienplätze an öffentlichen Unis gibt und diese die nötigen Gelder bekommen. Dies lehnt der Präsident aber ab. Ein einziges Gratissemester für Studierende, die schon einen Studienplatz haben, hilft eigentlich kaum, wenn wir das gesamte Problem betrachten.“

Lazos Alemania ve con preocupación los acontecimientos actuales y las violaciones de los derechos humanos en Colombia.

En Lazos Alemania, nuestros pensamientos están con las personas que se manifiestan pacíficamente en Colombia y con la población civil, que actualmente tiene que vivir en condiciones similares a las de una guerra civil.

Por qué protestan y cómo es la situación en el país, informan en este artículo los miembros de Lazos Colombia Milena, Lorena y Leonardo Stíven.

En Lazos Alemania observamos con gran preocupación la violencia policial y la militarización de las ciudades en Colombia. Ya hay numerosos heridos, muertos y desaparecidos, así como detenciones arbitrarias y denuncias de violencia sexual por parte de las „fuerzas de seguridad“. También se ha informado de que el ESMAD ha utilizado lanzagranadas contra los manifestantes y que la policía de paisano ha atacado a los manifestantes. Además, los vídeos muestran a civiles vestidos de blanco disparando a los indígenas que se manifestaban, mientras la policía estaba en el lugar y, sin embargo, no intervino. Estos son sólo algunos ejemplos de los acontecimientos actuales en Colombia que nos causan temor también a nosotros en Alemania.

Nos preocupa la seguridad e integridad de la población civil en Colombia y especialmente de nuestros miembros colombianos.

También en Alemania se están produciendo en estos momentos muchas muestras de solidaridad con los manifestantes en Colombia. Aquí algunos miembros de Lazos Alemania estuvieron presentes en una acción en Münster.

Hay muchas razones para las protestas (lea el artículo mencionado anteriormente), una de las cuales es la política educativa. Hay muy pocas universidades públicas, mientras que las privadas cobran matrículas muy altas. Las universidades públicas también carecen de muchos fondos. A menudo están en mal estado, los edificios corren peligro de derrumbarse. Falta dinero para el personal, los materiales y los equipos. Además, el número de plazas universitarias es extremadamente limitado y cada semestre hay miles de solicitantes para muy pocas plazas. Bajo el gobierno del presidente Duque, se hicieron recortes presupuestarios en educación, mientras que el presupuesto para armas se incrementó significativamente. Los manifestantes exigen el acceso a la educación gratuita, especialmente ahora que la pandemia de covid ha dejado a más personas en la pobreza. Ya ha habido conversaciones entre el gobierno y el comité del paro, que hasta ahora no han sido exitosas. El Presidente rechazó la demanda de educación gratuita. Aunque se comprometió a que los estudiantes de las universidades públicas que provienen de familias de bajos ingresos no tengan que pagar la matrícula el próximo semestre, „es un paso, pero no un avance“, dice Milena, miembro de Lazos Colombia, que estudia teología en Bogotá. „En realidad, el presupuesto para la educación debería aumentar considerablemente, para que haya más plazas de estudio en las universidades públicas y éstas reciban los fondos necesarios. Pero el presidente se niega a hacerlo. Un único semestre gratuito para los estudiantes que ya tienen una plaza en la universidad es, en realidad, de poca ayuda si analizamos el problema en su conjunto“.

 

Erfolgreicher Abschluss in Betriebswirtschaftslehre – Wir gratulieren Cler!

Zu sehen sind Cler und ihre Mutter bei der (durch Corona etwas kleiner ausgefallenen) Abschlussfeier.

Wir gratulieren unserer Geförderten Cler zum Abschluss ihres BWL-Studiums! Cler studierte BWL an einer privaten Universität in Bogotá, wobei Lazos einen Teil ihrer Studiengebühren finanzierte. In den letzten Monaten absolvierte sie ein Praktikum in der öffentlichen Verwaltung ihrer Heimatstadt und wohnte vorübergehend wieder auf dem Hof ihrer Eltern, ca. 3 ½ Stunden von Bogotá entfernt. Nun ist sie auf der Suche nach einem Arbeitsplatz in Bogotá, wenn möglich auch im Bereich der öffentlichen Verwaltung. Sie plant Mitte des Jahres, parallel zur Arbeit, ein Aufbaustudium im Bereich Projektmanagement zu beginnen. Auch als Absolventin wird sie Teil der Lazos-Gruppe bleiben. Wir gratulieren Cler zu ihrem Abschluss und wünschen ihr alles Gute bei der Jobsuche und für ihre Zukunftspläne!